Heilpilze & Vitalpilze kaufen in Deutschland – Wirkung & Anwendung

Vitalpilze und Heilpilze: die Waffe der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Pilze zählen physiologisch gesehen nicht zu den Pflanzen, sondern beanspruchen eine eigene Gattung, die der Fungi, für sich. In der Natur übernehmen sie eine wichtige Aufgabe, denn sie säubern den Erdboden, indem sie natürliche Überreste zersetzen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) setzt bereits seit Jahrtausenden auf spezielle Arten von Pilzen. Die sogenannten Vitalpilze sollen mithilfe ihrer wertvollen Inhaltsstoffe dabei helfen, vor Krankheiten zu schützen und Beschwerden zu behandeln. Insbesondere den Triterpenen und Glykoproteinen wird eine herausragende Wirkung nachgesagt.

  • Pilze stellen eine eigene Gattung dar.
  • Vitalpilze sind beliebt als Nahrungsergänzungsmitteln, da sie sehr nährstoffreich sind.
  • In der Traditionellen Chinesischen Medizin haben Vitalpilze einen festen Platz.
  • Vitalpilze vereinen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Eiweiße, essenzielle Aminosäuren, Enzyme und Adenosine.
  • In Studien konnten vor allem die antiviralen, antibakteriellen und antioxidativen Effekte überzeugen.

Heilpilze und Vitalpilze

 

Einnahme und Dosierung

  • Vitalpilze können mithilfe von Pulvern, Extrakten und in getrockneter oder geschrotteter Form eingenommen werden.
  • Vitalpilze sollten unmittelbar vor dem Essen mit viel Flüssigkeit verzehrt werden.
  • Eine Mischung unterschiedlicher Pilzarten ist möglich.
  • Es können verschiedene Darreichungsformen auf mehrere Einnahmezeitpunkte verteilt werden.
  • Die Dosierung der Vitalpilze sollte in Abhängigkeit von Art und Umfang der Beschwerden gewählt werden.
  • Als normale Dosis gelten 0,5 bis 1 g Pilzextrakt täglich.
  • Bisher sind keine Risiken bei der Einnahme bekannt.
  • Zu den Nebenwirkungen gehören Blähungen, da die Pilzeiweiße schwer verdaulich sind.

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Was sind Vitalpilze?

Zu den Vitalpilzen zählen vor allem asiatische Arten, wie der Shiitake-, Maitake- und der Reishi-Pilz. Vitalpilze besitzen eine einzigartige Zusammensetzung. Die Inhaltsstoffe können vom menschlichen Organismus sowohl aufgenommen als auch verwertet werden. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist von den positiven Fähigkeiten der Vitalpilze überzeugt und setzt sie bereits seit Jahrtausenden zur Behandlung von Krankheiten ein.

Die Mykotherapie macht sich den Fruchtkörper der Pilze zunutze, der besonders reich an Mineralstoffen und Eiweißen ist. Aus diesem Grund werden Vitalpilze auch gerne als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. In der modernen Mykotherapie werden verschiedene Pilzpulver und Pilzextrakte genutzt, um eine höhere Konzentration der wertvollen Inhaltsstoffe zu erreichen.

Inhaltsstoffe – was steckt drin?

Vitalpilze vereinen folgende Inhaltsstoffe:

  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Eiweiße
  • essenzielle Aminosäuren
  • Enzyme
  • Adenosine

Besonders wertvoll – Glykoproteine und Triterpene

Die positiven Wirkungsweisen werden insbesondere auf die enthaltenen Glykoproteine und Triterpene im Pilz zurückgeführt. Bei Glykoproteinen handelt es sich um hochmolekulare und komplex aufgebaute Moleküle, die aus Polysacchariden und Proteinen bestehen. Glykoproteinen werden immunmodulierende und antitumorale Effekte nachgesagt.

Besonders wirkungsvoll sollen die im Vitalpilz enthaltenen Triterpene sein. Der Inhaltsstoff ist im Fruchtkörper, insbesondere in den Lamellen und Sporen des Pilzhutes, nachweisbar. Triterpene besitzen ein facettenreiches Wirkungsspektrum.

Sie sollen folgendermaßen wirken:

  • Antiviral
  • Antibakteriell
  • Antioxidativ
  • Fungizid

Wirkung

Wie bereits erwähnt, werden zu den Hauptwirkungen der Vitalpilze die antiviralen, antioxidativen, antimykotischen, antibakteriellen und antitumoralen Effekte gezählt. Vitalpilze werden dafür genutzt, um freie Radikale abzufangen, die den Körper schädigen können. Sie werden vor allem von Menschen eingesetzt, die viel Stress in ihrem Leben haben. Das liegt daran, dass Vitalpilze als Pusher für das Immunsystem gelten. Schließlich haben vor allem Stressgeplagte mit einem geschwächten Immunsystem zu kämpfen. Die gelungene Komposition der Inhaltsstoffe befähigt nach Ansicht der Traditionellen Chinesischen Medizin die Vitalpilze zu einem Heilmittel bei einer Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden.

Besonders praktisch: Vitalpilze scheinen so gut wie keine Nebenwirkungen hervorzurufen. Mehr als leichte Verdauungsbeschwerden müssen demnach nicht befürchtet werden.

Studien

Vitalpilzen wird eine große Bandbreite an gesundheitlichen Vorteilen nachgesagt. Kein Wunder also, dass sich Forscher auf der ganzen Welt mit den Wundergewächsen beschäftigen. Dabei konnten erstaunliche Entdeckungen gemacht werden.

Stärkung der Abwehrkräfte

Ein gutes Immunsystem ist wichtig, damit sich der Körper gegen Infektionen und Krankheiten wehren kann. Eindringlinge wie Keime oder Parasiten können damit zurückgedrängt werden. Vitalpilze sollen dem Körper dabei helfen, das Immunsystem zu stärken.

In einer Studie konnte festgestellt werden, dass die aus dem Hericium erinaceus extrahierten Polysaccharide in der Lage waren, das Immunsystem von Ratten zu stärken.1)https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1359511313002821

Auch der beliebte Pilz Reishi steht regelmäßig im Fokus der Wissenschaftler. In einer Untersuchung konnten Hinweise darauf gefunden werden, dass sich Reishi-Pilze in getrockneter Form auf die angeborene Immunität auswirken. Die immunmodulierenden Effekte des Pilzes konnten tatsächlich bestätigt werden.2)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16169168

Scheinbar können auch Mäuse mit Tumoren von den Reishi-Pilz-Polysacchariden profitieren. Nach Verabreichung optimierte sich ihre Immunität und das Wachstum der Tumore wurde gehemmt.3)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23194516

Auch der sogenannte Agaricus Blazei Murrill, auch als Mandel Pilz bezeichnet, ist offenbar in der Lage, angeborene Immunzellen zu stimulieren. So konnte in einer Studie nachgewiesen werden, dass sich die Immunantwort bei Mäusen mit Leukämie veränderte.4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22637937

Laut weiterer Untersuchungen können auch die Inhaltsstoffe der Vitalpilze Shiitake, Coriolus, Maitake und Grifola Frondosa vielversprechende Effekte hervorrufen, wenn es um das Immunsystem von tierischen Probanden geht.5)https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S15675769040038326)https://lifestreamgroup.com/document/Medicinal_mushroom.pdf7)https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1340354003705993

Entzündungshemmende Wirkung

Entzündungsreaktionen des Körpers sind nicht selten. Sie geben sich in der Regel, wenn die zugrunde liegende Ursache bekämpft wurde. Manche Menschen leiden aber auch dauerhaft unter Entzündungsgeschehen, die die Gesundheit stark belasten können. Wissenschaftliche Untersuchungen liefern Belege, dass insbesondere die Vitalpilze Chaga, Cordyceps, Löwenmähne, Reishi und Armillaria entzündungshemmende Effekte hervorbringen können.8)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25271860

Die Autoren einer Studie, in der ein Wasserextrakt des Chagapilzes bei Colitis-Mäusen angewandt wurde, gaben an, dass sich der Chaga zur Therapie von entzündlichen Darmerkrankungen eignen würde.9)https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0378874112004771?via%3Dihub

Coriolus besitzt offenbar die Fähigkeit, entzündungsfördernde Zytokine in Schach zu halten. Entsprechende Hinweise lieferte eine Untersuchung an Mäusen, die an DSS-Kolitis litten.10)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21796702

Interessant ist auch folgende Studie, bei der festgestellt wurde, dass Mäuse mit Hepatitis mit einem verbesserten Entzündungsgeschehen auf die Gabe von Shiitake reagieren können. Dafür ursächlich ist wahrscheinlich der hohe Gehalt an Ergosterol. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Naturstoff aus der Gruppe der pilzlichen Mycosterine. Übrigens: Wenn Extrakte des Shiitake-Pilzes mit ultraviolettem Licht in Berührung kommen, transformieren sie sich in Vitamin D.11)https://www.liebertpub.com/doi/abs/10.1089/jmf.2015.0111

In der Wissenschaft nehmen Laboruntersuchungen eine wichtige Rolle ein. Im Bereich der Vitalpilze wurden Studien mithilfe von Blutbestandteilen durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass Pilze wie der Hericium erinaceus, Cordyceps militaris und der Agaricus blazei zu einer Abnahme von Entzündungsreaktionen beitragen können.12)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2292883613)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2655969514)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4201515/

Antioxidative Wirkung

Bei dem Oxidationsprozess werden körpereigene Zellen geschädigt und freie Radikale produziert. Besonders gefürchtet ist der sogenannte oxidative Stress, bei dem die Menge an reaktiven Sauerstoffverbindungen (ROS – reactive oxygen species) das als normal angesehene Ausmaß überschreitet. Wenn dieser Fall eintritt, herrscht ein Ungleichgewicht zwischen oxidativen und antioxidativen Prozessen im Körper.

Vitalpilze werden besonders aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften geschätzt. Auch in Untersuchungen konnten Hinweise darauf gefunden werden, dass Pilze die antioxidativen Enzymaktivitäten steigern können. Dieser Umstand konnte mit einer Studie an Tieren und dem Vitalpilz Hericium belegt werden.15)https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0141813012003637

Auch der Shiitake-Pilz konnte in einer Studie überzeugen, indem er neben antioxidativen auch antimikrobielle Eigenschaften zeigte.16)https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0260877406004857

In einem weiteren Versuch haben sich ethanolische Extrakte von Pleurotus ostreatus als wirksam erwiesen. Auch hierbei konnten antioxidative Eigenschaften belegt werden.17)https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S146685640800060X

Blutdrucksenker

Scheinbar können Vitalpilze auch ihre Wirkung bei hohem Blutdruck entfalten. Hoher Blutdruck stellt ein großes Problem dar, da dadurch Folgen wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte drohen können. Traditionell werden Vitalpilze dafür eingesetzt, um den Blutdruck zu senken und Herzleiden zu behandeln.

Auch die Wissenschaft hat sich damit beschäftigt, was Vitalpilze bei Bluthochdruck leisten können.

In einer Untersuchung wurden Probanden mit Bluthochdruck Maitake- und Shiitake- Pilze verabreicht. Dadurch senkte sich der Blutdruck signifikant.18)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2738717

Auch bei einer weiteren Untersuchung konnte festgestellt werden, dass sich Pilzextrakte, in diesem Fall Reishi-Extrakte, positiv auf den Blutdruck bei Ratten auswirken können.19)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25178067

Übrigens wurde bereits untersucht, wie sich die herzschützenden Eigenschaften dieser Pilzgattung auf den Menschen auswirken.20)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21801467

Abnehmen bei Übergewicht

Statistisch gesehen gilt jeder zweite Erwachsene hierzulande als übergewichtig. Durch ausgeprägtes Übergewicht drohen Folgeerkrankungen, die vor allem das Herz-Kreislauf-System betreffen. Nahrungsergänzungsmittel werden gerne eingesetzt, um den Abnehmprozess zu unterstützen. Scheinbar können auch Vitalpilze dabei helfen, zusätzlichen Pfunden den Kampf anzusagen.

Eine Untersuchung lieferte Hinweise darauf, dass die Polysaccharide aus Hericium, Pleurotus und Shiitake tatsächlich bei der Gewichtsabnahme helfen können. Gleichzeitig konnten auch die entzündungshemmenden und antibiotischen Effekte im Rahmen der Untersuchung festgestellt werden.21)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5302426/

Extrakte aus Cordyceps militaris sind einer Studie zufolge in der Lage, sich hemmend auf Stoffwechselstörungen auszuwirken und die Fettleibigkeit bei Mäusen zu reduzieren.22)https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0378874113007903

Auch Reishi kommt offenbar eine Rolle bei der Bekämpfung von Übergewicht zu. In einer anderen Studie beobachteten Wissenschaftler, dass der Pilz zu einer Verringerung der Fettleibigkeit bei Mäusen beitragen konnte und dass, obwohl sie einer fettreichen Diät unterzogen wurden.23)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26102296

Eignen sich Vitalpilze für Sportler?

Sportlich aktive Menschen arbeiten regelmäßig daran, ihre Ausdauer, Kraft und Leistungsfähigkeit zu steigern. Wissenschaftler haben sich der Frage gewidmet, ob Vitalpilze ihnen womöglich dabei behilflich sein könnten.

In einer klein angelegten Studie konnte die Einnahme von Cordyceps-Tabletten tatsächlich dabei helfen, die Trainingsleistung von älteren Studienteilnehmern zu verbessern. Hierfür nahmen sie über 12 Wochen lang die Extrakte der Schlauchpilze ein.24)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3110835/

Auch wenn sich bereits viele Wissenschaftler intensiv mit dem Potenzial von Vitalpilzen beschäftigt haben, könnten ausgedehntere Studien tiefere Einblicke in die Wirkungsweisen liefern. Nicht zuletzt, da Studien an Tieren nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragbar sind.

Anwendungsbiete

Aufgrund des breiten Anwendungsspektrums werden Vitalpilze bei vielen Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt.

Vitalpilze zur Vorbeugung und Behandlung

In den letzten Jahren ist das Gesundheitsbewusstsein hierzulande stark gestiegen. Heute wird nicht nur bei einer Erkrankung, sondern bereits prophylaktisch reagiert. Nahrungsergänzungsmittel haben infolgedessen einen wahren Boom erlebt. Auch Pilzpulver, welches aus dem gesamten Pilz gewonnen wird, soll dazu beitragen, den Körper fit und gesund zu halten. Neben Glykoproteinen und Triterpenen, die für die Hauptwirkung der Vitalpilze verantwortlich gemacht werden, vereinen die Gewächse auch Mineralien, Vitamine, Adenosine, Enzyme und essenzielle Aminosäuren.

Diese Inhaltsstoffe sind offenbar in der Lage Stoffwechselreaktionen anzukurbeln und schädliche Prozesse zu hemmen. Vitalpilzen wird eine ausgleichende und regulierende Wirkung nachgesagt. Aufgrund des komplexen Zusammenspiels im Körper werden Vitalpilze angewendet, um den Körper vor Krankheiten zu schützen und um beispielsweise Blutdruck zu behandeln.

Stärkung des Immunsystems

Das Immunsystem nimmt im menschlichen Körper eine herausragende Rolle ein, denn es bietet einen natürlichen Schutz gegen Eindringlinge von außen. Umweltgifte oder Genussmittel können dazu führen, dass das Immunsystem sich belastet zeigt. In Studien an Tieren konnte bereits festgestellt werden, dass Vitalpilze in der Lage sind, das Immunsystem günstig zu beeinflussen. Bei Menschen gilt die Wirkung als noch nicht nachgewiesen. Verfechter der Mykotherapie nehmen an, dass die Vitalpilze die Abwehrzellen aktivieren und einer überschießenden Immunreaktion, wie sie bei Allergien vorkommt, entgegenwirkt.

Detox, Entschlackung und Entgiftung

Pilze können Giftstoffe aufspalten, strukturell verändern und sie in eine ausscheidbare Form transformieren. Das liegt daran, dass Pilze reich an Enzymen sind. So sollen sie sowohl die Phase I als auch die Phase II der Entgiftung unterstützen. In der 1. Phase sollen die Gifte zerlegt werden. Bei diesem Prozess entstehen freie Radikale. Bereits hier könnten Vitalpilze ansetzen und der schädlichen Wirkung der freien Radikale entgegentreten. Die 2. Phase verwandelt die zerlegten Gifte in eine für den Körper ausscheidungsfähige Form. Die Entgiftungsfunktion ist ein körpereigener und regelmäßig stattfindender Prozess. Insbesondere bei Krankheitsgeschehen oder in stressigen Situationen soll der Körper mithilfe von Vitalpilzen bei dem Entgiftungsprozess unterstützt werden. Hierbei wird vor allem den enthaltenen Enzymen eine wichtige Rolle nachgesagt.

Die wichtigsten Heilpilze im Überblick

Es gibt viele Vitalpilze. Im Folgenden sollen die wichtigsten 8 Vitalpilze dargestellt werden, die auch besonders beliebt zur Vorbeugung und Behandlung von Beschwerden bzw. Erkrankungen sind.

Reishi (Ling Zhi)

Der Reishi-Pilz gehört sicherlich zu den bekanntesten Vitalpilzen. Er vereint neben Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen wertvolle Terpene und Polysaccharide. Terpene sollen die Histaminfreisetzung hemmen, weshalb Reishi besonders gerne bei Allergiensymptomen wie Asthma und Heuschnupfen eingesetzt wird. Zudem soll der Vitalpilz seine Wirkung bei Schlaflosigkeit und Nervosität entfalten, da er eine ausgleichende Wirkung besitzt.

Der Vitalpilz Reishi ist insbesondere in Japan ein bekanntes Mittel bei Krebserkrankungen. Hierbei soll vor allem die Wirkung auf das Immunsystem ursächlich für die positive Wirkungsweise sein, denn mit der Gabe sollen die sogenannten T-Zellen stimuliert werden. Zudem soll der Pilz sowohl die Freisetzung von Killerzellen als auch von Interleukinen ankurbeln, womit die Immunabwehr unterstützt wird. Dem Heilpilz wird nachgesagt, dass er durch seine gering ausgeprägte antiandrogene Wirkung auch Männern mit Prostatabeschwerden hilft.

Die enthaltenen Triterpene sollen sich wirksam im Kampf gegen spezielle Viren und pathogene Kleinpilze erweisen. Nicht zuletzt wird Reishi nachgesagt, dass er sich anregend auf den Stoffwechsel und besänftigend auf das Gehirn auswirkt. Dabei könnte der Neurotransmitter GABA eine wichtige Rolle spielen.

Shiitake

Der Shiitake-Pilz ist ebenfalls sehr bekannt. Ihm werden positive Wirkungen auf den Cholesterinstoffwechsel nachgesagt. Der enthaltene Stoff Eritadenin soll dazu beitragen, das schlechte Cholesterin LDL zu senken und das gute HDL zu erhöhen. Die Antitumorwirkung dieses Vitalpilzes wird auf das Polysaccharid Lentinan zurückgeführt. Erste Studien an Mäusen lieferten bereits Hinweise darauf, dass die Gabe der Pilzextrakte sich positiv auf Mäusetumore auswirken können.

Auch Viruserkrankungen könnten mit der Gabe des Shiitake-Pilzes gelindert werden, da die enthaltenen Polysaccharide das Immunsystem unterstützen sollen. Interessant ist, dass dieser Vitalpilz auch eine gute Quelle für das Provitamin D darstellt.

Agaricus blazei murill

Dieser Pilz soll eine besonders starke Wirkung auf das Immunsystem ausüben, da er reich an antioxidativen Enzymen ist. In Japan wird der Agaricus blazei murill zur Behandlung von Tumorerkrankungen eingesetzt, da er von allen Heilpilzen den höchsten Anteil an Beta-Glucanen besitzt. Diese sollen in der Lage sein, eine krebshemmende Wirkung auf den Organismus auszuüben. Auch in der Krebstherapie wird der Pilz eingesetzt, um das Immunsystem zu stärken. Durch die Einnahme sollen die natürlichen Killerzellen bei ihrer Arbeit unterstützt werden. In den USA wird der Agaricus blazei murill übrigens zur begleitenden Therapie von HIV eingesetzt.

Hericium (Igelstachelbart)

Der Hericium-Pilz ist ein sehr nährstoffreicher Vertreter. Er vereinigt 19 Aminosäuren, von denen 8 als essenziell für den Menschen angesehen werden. Die enthaltenen Polysaccharide sollen sich förderlich auf das Immunsystem auswirken und sowohl antikanzerogene als auch antimetastatische Eigenschaften besitzen. Interessant ist, dass der Pilz offenbar antimikrobielle Wirkstoffe enthält, die im Kampf gegen den hartnäckigen Helicobacter pylori helfen könnten. Das Stäbchenbakterium wird in Zusammenhang mit Magengeschwüren und Magenkrebs gebracht.

Ein weiterer wertvoller Inhaltsstoff ist Erinacin. Dieser soll bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer seine Wirkung entfalten. Auch bei Nervenstörungen und Polyneuropathie könnte der Einsatz des Pilzes sinnvoll sein. Aber der Hericium-Pilz kann noch mehr. So soll er sich günstig auf die Blutfette auswirken und eine ausgleichende Wirkung auf die Psyche besitzen.

Coriolus (Schmetterlingstramete)

Die Traditionelle Chinesische Medizin setzt auf Coriolus, um die Milz und Leber zu stärken. Zudem soll der Pilz schleimreduzierend wirken. Beliebte Anwendungsfelder des Coriolus sind Hepatitis, chronische Müdigkeit, Infektionen, Herzprobleme und Krebserkrankungen.

Auch hier sollen die enthaltenen Polysaccaride das Immunsystem anregen und bei Tumoren helfen. Im Jahr 1977 wurde vom japanischen Gesundheitsministerium das erste Krebsmedikament zugelassen, welches auf Pilzen basierte. Der Inhaltsstoff der Schmetterlingstramete, das Krestin, war darin enthalten.

Cordyceps (Chinesischer Raupenpilz)

Bei dem chinesischen Raupenpilz steht die Energielieferung im Mittelpunkt. Die Traditionelle Chinesische Medizin setzt auf den Pilz, um Konsumenten zu mehr Ausdauer, Kraft und Willensstärke zu verhelfen. Daraus ergeben sich weitere Anwendungsfelder. So wird der Pilz auch bei Erschöpfungszuständen und zur Unterstützung von Regenerationsprozessen empfohlen. Zudem rät die Traditionelle Chinesische Medizin zur Verwendung von Cordyceps, um die Aufrechterhaltung der Nierenfunktion zu unterstützen und um die Stressresistenz zu optimieren. Vereinzelt wird dem Vitalpilz auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Maitake

Der Maitake-Pilz wurde bereits in vielen Studien untersucht und gilt als populärer Vitalpilz. Auch von ihm soll eine Vielzahl von immunologischen Effekten ausgehen. Verantwortlich dafür werden das enthaltene Ergosterin und die Polysaccharide Grifolin und Grifolan gemacht. Auch von den Lektinen, die der Maitake vereint, soll das Immunsystem profitieren.

Empfohlen wird der Vitalpilz bei verschiedenen Krebserkrankungen, zur Unterstützung der Chemotherapie und zur Behandlung von HIV, Diabetes, Übergewicht sowie Bluthochdruck.

Auricularia polytricha (Judasohr)

Der Auricularia polytricha stellt dem Konsumenten Eiweiße, Spurenelemente und verschiedene bioaktive Stoffe zur Verfügung. Wie alle anderen Vitalpilze soll auch der Auricularia polytricha dabei helfen, die Immunabwehr anzukurbeln.

Zudem soll der Vitalpilz die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. Aus diesem Grund wird er von den Vertretern der Mykotherapie unter anderem zur Vorbeugung von Schlaganfällen, Durchblutungsstörungen und Herzinfarkten empfohlen. Nicht zuletzt wird Auricularia nachgesagt, dass er eine positive Wirkung auf Entzündungen und Schleimhäute in der Lunge und im Darm ausüben kann. Deshalb wird der Vitalpilz bei Husten und Verstopfung empfohlen.

Pulver, Extrakt und Kapseln

Heil- und Vitalpilze sind in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich.

Dazu zählen:

  • Flüssigextrakte
  • Kapseln
  • Pulver
  • trockene oder geschrottete Erzeugnisse

Besonders empfehlenswert sind konzentrierte Produkte, da ansonsten große Mengen der Pilze aufgenommen werden müssten. Das liegt daran, dass Pilze sehr viel Wasser enthalten. Allgemein wird empfohlen, die Vitalpilz-Produkte vor dem Essen mit reichlich Wasser einzunehmen. Um unerwünschte Nebenwirkungen wie Blähungen zu verhindern, kann die Tagesmenge auf mehrere Einheiten verteilt werden.

Vitalpilze Dosierung

Im Bereich der Vitalpilze und Heilpilze gibt es keine allgemeingültige Dosierungsempfehlung, da die Tagesmenge abhängig von den Beschwerden ist. Im besten Fall sollten Anwender mit einer geringen Dosierung starten und sich so an die benötigte Tagesmenge herantasten. Homöopathen können zudem individuelle Dosierungsempfehlungen geben.

Für die grobe Orientierung können folgende Durchschnittswerte, die für Medizinalpilze gelten, herangezogen werden:

  • Normale Dosierung: 0,25 bis 1 g Extrakt täglich
  • Hohe Dosierung: bis zu 2 g Extrakt täglich
  • Dosierung zur Prävention: bis zu 0,5 g Extrakt täglich
  • Einnahmeintervall: ca. 3 Monate

Da sich die Wirkungen von Vitalpilzen, Heilpilzen und Medizinalpilzen gegenseitig unterstützen können, setzen viele Anwender bewusst auf die Einnahme mehrerer Pilzarten. Dabei sollte jedoch die Tagesdosis im Blick behalten werden. Auch eine Kombination von Pulver und Extrakten ist prinzipiell möglich. Hierbei empfiehlt es sich, die unterschiedlichen Darreichungsformen auf mehrere Einheiten am Tag zu verteilen.

Heilpilze Nebenwirkungen

Ähnliche Nebenwirkungen, wie sie bei der Einnahme von klassischen Arzneimitteln auftreten, sind bei der Einnahme von Pilzen nicht zu befürchten. Es gibt jedoch Menschen, die infolge einer Lebensmittelallergie auf Pilzprodukte empfindlich reagieren. Dann können beispielsweise juckende Hautausschläge auftreten. In diesem Fall sollte die Dosierung verringert oder die Einnahme komplett unterbrochen werden. Unter Umständen lohnt es sich, auch auf einen anderen Vitalpilz umzusteigen.

Die Einnahme von Pilzen kann zu Blähungen führen. Das liegt an den Ballaststoffen und den schwerverdaulichen Pilzeiweißen. Linderung können genügend Bewegung, Wärme und Bauchmassagen verschaffen. Wenn auch nach einer Woche die Beschwerden im gleichen Maße nach der Einnahme auftreten, sollte das jeweilige Pilzprodukt abgesetzt werden.

Worauf beim Kauf geachtet werden sollte

Damit die Vitalpilze ihre Wirkung voll entfalten können, sollte das Produkt eine hohe Qualität besitzen. Handelt es sich um Extrakte in Kapselform, muss auch das einzuschließende Pulver eine gute Qualität aufweisen. Nur so können eine gute Bioverfügbarkeit und eine optimale Wirkungsweise gewährleistet werden.

Besonders wichtig ist, dass die Extrakte behutsam extrahiert werden, damit Vitamine, Ballaststoffe und andere Komponenten des Pilzes nicht verloren gehen. Eine erntefrische und schonende Trocknung bei einer Höchsttemperatur von 35° garantieren, dass die wertvollen Inhaltsstoffe wie Enzyme und Proteine erhalten bleiben. Um die Herstellungs- und Verarbeitungsbedingungen in Erfahrung zu bringen, lohnt es sich, bei dem Hersteller nachzufragen.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Bio-Qualität. Damit kann ausgeschlossen werden, dass mit der Einnahme auch Schadstoffe in den Körper gelangen. Hinweise darauf geben Zertifizierungen oder Gutachten.

Häufig wird dazu geraten, Produkte zu bevorzugen, bei denen der gesamte Pilz verarbeitet wird, um möglichst viele Enzyme aufnehmen zu können.

In jedem Fall ist es ratsam, ein Produkt vom Händler des Vertrauens zu beziehen, um ein hochwertiges Vitalpilz-Produkt zu erhalten, welches ohne überflüssige Zusatzstoffe auskommt.

Quellen   [ + ]

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23. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26102296
24. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3110835/

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