Was steckt hinter unserer Ampel?

Mit unserer WeGreen® Nachhaltigkeitsampel möchten wir Ihnen zeigen, wie nachhaltig ein Produkt und dessen Hersteller tatsächlich ist. Allein in Deutschland gibt es über 400 Nachhaltigkeitssiegel und zahlreiche Rankings, welche die Nachhaltigkeit von Produkten und Unternehmen analysieren.

 

Wir bewerten Produkte und Hersteller nicht selbst, sondern überprüfen die Glaubwürdigkeit der vorhandenen Institutionen und gewichten sowie bündeln alle Informationen in der WeGreen® Nachhaltigkeitsampel. Die WeGreen Nachhaltigkeitsampel nimmt dem Verbraucher damit die schwierige Informationsbeschaffung und Bewertung ab. Dieses Prinzip finden Verbraucherverbände und Stiftungen so gut, das wir schon mehrfach ausgezeichnet wurden.

 

Die Berechnung der WeGreen® Nachhaltigkeitsampel basiert auf einem komplexen Algorithmus, der an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin entwickelt und verifiziert wurde.

Wie berechnen wir unsere Nachhaltigkeitsampel?

Die WeGreen® Nachhaltigkeitsampel setzt sich zu gleichen Teilen (je 50%) aus produktspezifischen und herstellerbezogenen Informationen zusammen.

Erstere können Nachhaltigkeitssiegel (z.B. FairTrade, GOTS), zusätzliche Produkteigenschaften (z.B. vegan, gebraucht) oder auch direkte Produktbewertungen wie zum Beispiel die CSR-Tests der Stiftung Warentest beinhalten. Die Herstellerbewertungen beziehen wir aus unabhängigen Bewertungsquellen wie z.B. Forschungsinstitutionen, Ratingagenturen, Verbraucher Initiativen oder NGOs.

Bewertungsbeispiel:

Zusammensetzung der Ampel

Zu jeder Bewertung zeigen wir für jedes Produkt auch vertiefende Informationen an.

Mit welchem Gewicht die jeweiligen Informationen in die WeGreen® Nachhaltigkeitsampel fließen, hängt von einem fundierten Anforderungskatalog ab, anhand dessen wir die Ganzheitlichkeit und Güte der Bewertungsorganisation messen.

Unser Anforderungskatalog

Für unsere Gewichtung verfolgen wir zwei Ansätze: wir betrachten zum einen die Dimensionen (links), die beim Produkt bzw. Hersteller bewertet werden. Und zum anderen die Güte der Bewertungsquelle (rechts).

Gewichtungsdiagramm

Hinsichtlich der Güte der Bewertungsquelle haben wir folgende Anforderungen:

  1. Glaubwürdigkeit

    Um was für eine Organisationsform handelt es sich bei der Bewertungsquelle – handelt es sich um ein Forschungsinstitut, eine NGO oder eine PR-Agentur? Ist sie unabhängig oder verfolgt sie kommerzielle Zwecke?

  2. Seriosität

    Wie bewerten Experten die Vorgehensweise der Bewertungsquelle?

  3. Zugänglichkeit

    Ist ihr Bewertungsmechanismus öffentlich einsehbar und ihre Vorgehensweise ausreichend dokumentiert?

  4. Aktualität

    Wie aktuell sind ihre Informationen?

  5. Quantifizierbarkeit

    In welchem Umfang bewertet die Quelle den Hersteller bzw. das Produkt und wie detailliert ist die Bewertung?

Unter nachhaltigem Konsum verstehen wir das bewusste Kaufen von Produkten, deren Herstellung und Handel weder der Umwelt noch anderen Menschen schadet. Unser zweiter Ansatz bezieht sich daher auf den Umfang bzw. die Ganzheitlichkeit der Themengebiete, welche die Bewertungsquellen bei Herstellern und Produkten analysieren.

Je ganzheitlicher und stärker eine Bewertungsquelle Nachhaltigkeitsdimensionen mit einbezieht, desto stärker ist ihr Einfluss auf die Ampelfarbe.

Zu unseren Nachhaltigkeitsdimensionen gehören:

  1. Umwelt

    In dieser Dimension wird die ökologische Performance der Hersteller bewertet. Auf Ebene der Herstellerbewertung fallen hier Aspekte wie z.B. das Verfolgen eines

    Umweltmanagementprogrammes oder eines Verfahrens um Abfälle und Abwässer zu minimieren. Beispiele auf der produktspezifischen Ebene sind ein biologischer Anbau oder umweltschädliche Inhaltsstoffe

  2. Klima

    diese Dimension ist ein Umweltaspekt, wird aber von einigen Bewertungsquellen aufgrund der dringenden öffentlichen Relevanz separat behandelt. Untersucht wird hier z.B. das Engagement der Hersteller den CO2-Ausstoß zu verringern oder auf Produktebene der CO2-Fußabdruck.

  3. Arbeitsbedingungen

    Untersucht werden in dieser Kategorie Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit, wie zum Beispiel Kinderarbeit, fairer Lohn oder Gleichberechtigung am Arbeitsplatz

  4. Gesellschaft

    In dieser Dimension werden alle Einflüsse des Herstellers auf die Gesellschaft (alle Stakeholder außer die Mitarbeiter) bewertet. So zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Zulieferbetrieben in der Herstellungskette oder die Förderung von gemeinnützigen Projekten.

  5. Transparenz

    Bewertet wird in dieser Kategorie die Kommunikation des Herstellers, wie zum Beispiel die Qualität der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

  6. Reputation

    In dieser Dimension wird die Reputation des Herstellers bewertet. Zum Beispiel anhand von Medienberichten und der öffentlichen Wahrnehmung.

  7. Gesundheit

    Bewertet werden zum Beispiel die Auswirkungen auf die Gesundheit von Mitarbeitern bei der Herstellung oder Konsumenten beim Gebrauch von Produkten.

  8. Wirtschaftlichkeit

    In dieser Kategorie wird die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Herstellers untersucht. Zum Beispiel eine langfristige Wertentwicklung des Unternehmens oder auf Langfristigkeit angelegte Geschäftsmodelle. Dazu zählen auch Produkte mit einer höheren Lebensdauer oder Geschäftsmodelle wie CarSharing.