Anzeige von 1 Blogeintrag für 08 August 2012

Best Place to Work, Werkstatt N, Serviceplan Gruppe und Public Eye Award; 4 neue Bewertungsquellen bei WeGreen

Anhand der steigenden Anzahl von Bioshops und Bionadetrinkern kann man erkennen, wie der Wunsch nachhaltig zu handeln im Zusammenhang in den letzten Jahren gewachsen ist. Ökosiegel schießen wie Pilze aus dem Boden und bilden regelrechte Labeldschungel.

Ob Gütesiegel, CSR-Rating-Agenturen oder Preisverleihungen von Nachhaltigkeits-Awards, es gibt zahlreiche Varianten um Unternehmen nach Ihrem verantwortungsbewussten Verhalten zu beurteilen und auch zu kennzeichnen. Einer der Gründe für diese Vielzahl an Bewertungsmechanismen ist die Aufspaltung des Begriffes Nachhaltigkeit in seine sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Komponenten. Ein anderer, die Schwierigkeit messbare und quantifizierbare Kriterien festzulegen, nach denen die Unternehmen bewertet werden sollen.

WeGreen als grüne Suchmaschine hat sich daher zur Aufgabe gemacht, den ganzen Informationswust simpel und überschaubar darzustellen. Sinn und Zweck der Nachhaltigkeitsampel ist es nicht, eine weitere Messlatte für eine neue Ratingmethodik zu setzen, sondern vielmehr bereits vorhandene, qualitativ hochwertige CSR-Informationsquellen miteinander zu integrieren, um Unternehmen, Produkte und Marken flächendeckend, ganzheitlich und vereinfacht im Nachhaltigkeitskontext darzustellen.

Je genauer und vielseitiger die Ratings, desto umfassender und aussagekräftiger ist unsere Nachhaltigkeitsampel. Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Bewertungsquellen und prüfen diese anschließend eingehend nach Ihrer Glaubwürdigkeit und Seriosität. Die für uns in Frage kommenden Bewertungen fließen unterschiedlich gewichtet zusammen und führen so zu der jeweiligen Ampelfarbe: rot für eine gute; gelb für eine durchschnittliche und grün für eine minderwertige Nachhaltigkeitsperformance der Firma. Ob eine Quelle eher weich, mittel oder stark gewichtet wird, hängt von mehreren Eigenschaften ab, wie z.B. der schon angesprochenen Ganzheitlichkeit oder ihre Genauigkeit. Mehr dazu findet ihr auf unserer Methodikseite.

In den letzten Wochen haben wir unter anderem 4 neue Quellen als Informationslieferanten für unseren Datenpool aufgenommen, die dieses Konzept gut veranschaulichen. Best Place to Work, Werkstatt N, Serviceplan Group und als letzte den Public Eye Award.


Das Best Place to Work Institute ist ein internationales Forschungs- und Beratungsinstitut, dass Unternehmen bei der Überprüfung und Weiterentwicklung einer mitarbeiterorientierten Arbeitsplatzkultur unterstützt. Sie führen einmal im Jahr eine Benchmarkstudie durch und erstellen eine Liste der attraktivsten Arbeitgeber, aus Sicht der Mitarbeiter. Bewertet werden verschiedene Dimensionen wie z.B. "Glaubwürdigkeit", oder "Respekt" die auf unterschiedlichen Ebenen, von Mitarbeiter zu Management, von Mitarbeiter zu Mitarbeiter usw. beleuchtet werden. Pluspunkte erhalten hierbei Arbeitgeber deren Unternehmensstruktur sich durch flache Hierarchien auszeichnet.

Die Quelle gilt als seriös und international anerkannt. Jedoch besteht ein entscheidendes Defizit darin, dass sie nur einen kleinen Aspekt den das Thema Nachhaltigkeit ausmacht, die Arbeitsbedingungen der Angestellten, untersucht. Daher gilt sie eher als weich. Ein weiterer Grund für Ihre geringe Gewichtung ist die Tatsache, dass Unternehmen freiwillig an diesem Programm teilnehmen. Außerdem handelt es sich um eine Positivliste, alle Unternehmen in den Top 100 haben eine positive Wertung. Zwar schneiden einige besser ab als andere (z.B. hat SMA Solar Technologie bei dem Rating 2012 den ersten Platz als Unternehmen mit über 5000 Mitarbeitern belegt), doch die Unternehmen die es nicht unter die Top 100 schaffen bleiben anonym. 

 Werkstatt N, ein Qualitätssiegel, das der Rat für Nachhaltige Entwicklung vergibt, ist ein weiteres Beispiel für eine Quelle bei der man sich selbst anmelden kann. Aus allen eingegangenen Projekten werden jährlich 100 Nachhaltigkeitsinitiativen ausgezeichnet, die Ansätze liefern ihre Umwelt sozial und ökologisch zu beeinflussen. Auch diese Quelle gilt eher als weich.

Im Unterschied zu Best Place to Work handelt es sich bei diesen Initiativen von vornherein um nachhaltige Projekte. Ein Vorteil für die Initiativen besteht darin, dass sich durch die Auszeichnung mit dem  Siegel, die Chancen zur Realisierung ihrer Idee erhöhen. Dies steht bei ihrer Bewerbung im Vordergrund  und nicht etwa eine postive Nachhaltigkeitsbewertung.die sie in ihrem CSR-Report  schreiben zu können. Auch WeGreen selbst und  eine unserer Quellen Rank a Brand wurden mit diesem Siegel ausgezeichnet.

 Bei der Quelle Best Place to Work wurden die Mitarbeiter befragt, bei Werkstatt N wählt der Rat für Nachhaltige Entwicklung den Gewinner. Die Serviceplan Gruppe bezieht ihre Ergebnisse aus Konsumenten-Umfragen. In diesem Fall wird die Reputation von Unternehmen und Marken untersucht; insgesamt zu limitiert um ein hohes Gewicht in der Nachhaltigkeitsampel zu tragen. Serviceplan Group zählt aus diesem Grund als eher weich und trägt mit einer geringen Gewichtung zur Ampelfarbe der Unternehmen wie z.B. HIPP, dem Hersteller mit der besten Reputation, bei.

 Als vierte Quelle haben wir den Public Eye Award in unserer Datenbank aufgenommen. Der Public Eye Award wird seit dem Jahr 2000 von "Greenpeace" und "Erklärung von Bern" organisiert und soll einen Gegenpart zu dem jährlichen Treffen des World Economic Forums (WEF) bilden. Nominiert und bewertet werden Unternehmen, die sich ökologisch und sozial, von besonderer Verantwortungslosigkeit auszeichnen. Unter den Nominierungen werden anschließend 2 verschiedene Awards verliehen; der Public Eye People Award über den Online Aktivisten auf der ganzen Welt abstimmen und zum zweiten der Public Eye Global Award, der von einer internen Expertenjury verliehen wird.

Die Popularität von den Initiatoren Greenpeace und Erklärung von Bern trägt schon  zu einer höheren Gewichtung dieser Quelle bei.

Zudem umfasst der Public Eye Award mehrere Aspekte in Sachen Nachhaltigkeit. Bei der Nominierung von APP, für die Zerstörung von mehr als 100 Millionen Hektaren Naturwald in Sumatra bei der Papierherstellung steht das Thema Umwelt im Vordergrund. Die Gesundheit und Menschenrechte z.B. bei der Nominierung von Samsung, für den Einsatz giftiger Chemikalien ohne entsprechenden Arbeiterschutz, das Abstreiten von Verantwortung für daran erkrankte Mitarbeiter, die Unterdrückung von Menschenrechtsaktivisten, Gewerkschaftsbehinderung, Veruntreuung und Steuerflucht.

Diese Art von Quellen ist enorm wichtig weil sie auf große Missstände und regelrechte Skandale aufmerksam machen die ansonsten nur wenig in der Presse erwähnt werden. Die Abstimmung, mit über 25.000 Stimmen ist repräsentativ und international, daher fließt die Public Eye Benotung gleich zweifach in die Nachhaltigkeitsampel ein.

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