Anzeige von 18 Blogeinträge für 2012

WeGreen sucht eine/n Junior Software Architect!

  • start-up entwickler

Da die ganze grüne Welt inzwischen ziemlich groß geworden ist und wir viel vor haben, suchen wir ab sofort einen neuen Mitarbeiter für unser Team in Berlin Kreuzberg.

Deine Aufgaben

• Technische Konzeption und Softwareentwicklung neuer WeGreen-­Features sowie weiterer spannender Kunden-­ und Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit unserem CTO und unserem Design-­ und Entwicklungsteam

• Unterstützung bei der Systemadministration der WeGreen-­Cloud

Dein Profil

• Sympathische Persönlichkeit mit sehr guten Studienleistungen in den Studienrichtungen Informatik, Mathematik oder Physik

• Selbständige Arbeitsweise, Begeisterungsfähigkeit, Ausdauer, Kommunikationsfähigkeit und Belastbarkeit

• Erste Erfahrungen im Bereich Softwarearchitektur mit modernen MVC Frameworks, ORMs (Objekt-­Relational-­Mappern) und Cloud-­basierten Services

• Fundierte Erfahrung bei der Softwareentwicklung mit HTML5, PHP, Apache und MySQL

• Grundlegende Kenntnisse der Methodik agiler Softwareentwicklung sowie bei der Systemadministration von Cloud Services

• Wünschenswert sind Erfahrungen mit Frameworks, Komponenten und APIs wie z.B. Symfony, Doctrine, jQuery, Solr Lucene, Varnish, Memcache, Apache Nutch, Google Drive API und weiterer Google AP

Was wir Dir bieten

• Viel zu lernen im Umgang mit unserem CTO und Entwicklungsteam

• Abwechslungsreiche Entwicklungsaufgaben in verschiedenen Themenfeldern

• Offene und direkte Unternehmenskultur in einem Team mit Unternehmergeist und Social Impact

• Top-­Ausstattung mit Hardware und Software für die Entwicklung

• Arbeiten in einem schönen Loft in Berlin Kreuzberg sowie flexible Arbeitszeiten

Interessiert?

Dann sende uns Deine vollständigen Bewerbungsunterlagen (inkl. Gehaltsvorstellung und Angaben zu Deinem frühestmöglichen Eintrittstermin) ausschließlich digital im PDF-Format an team@wegreen.de.

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung!

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Tipps für ein grünes Weihnachtsfest!

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Ho Ho Ho!

Wir haben euch ein paar Infos und Tipps zusammengesucht, damit selbst das Konsumfest Weihnachten nachhaltig gestaltet werden kann. Vom Christbaumschmuck bis Lichterketten, es geht auch nachhaltig- vor allem wenn man seiner Kreativität freien Lauf lässt!


Weihnachtsbaumkugeln und Materialien zum Schmücken

Ganz generell gilt: Ein geschmückter Christbaum, der nicht glitzert, ist schon mal eine feine Sache. Denn ob Kugeln, Figuren und Lametta; der Glanz wird durch den Einsatz von Metallen erzeugt, die per se mit viel Energie produziert und zumeist schwierig zu recyceln sind. 

Grüne Infos:

  1. klassische bunte Glaskugeln sind nicht ohne, da sie von innen mit Silber beschichtet werden
  2. Auch die gold-, silber- und kupferfarbenen Bindfäden enthalten oft Kupfer oder andere Metalle und sind so, wie auch die meisten Dekoartikel eigentlich Sondermüll
  3. Die meisten Christbaumkugeln werden in Fernost produziert (Vietnam, China). Dort sind Arbeits- und Umweltschutzbedingungen oft auf einem ganz niedrigen Level. Eine gute Alternative sind liebevoll bemalte Christbaumkugeln aus Glas oder Porzellan. Die werden in Deutschland produziert, kosten natürlich etwas mehr, aber eignen sich sehr gut als Geschenk und halten ein Leben lang, wenn man gut aufpasst
  4. Weihnachtsschmuck aus Kunststoff ist zu vermeiden, weil - je nach Kunststoffart, besonders aber bei PVC - die Produktion, der Gebrauch und die Entsorgung umwelt- und gesundheitsproblematisch sind.

Bevorzugen Sie natürliche Materialien:

  1. Strohsterne, Tannenzapfen, Nüsse, kleine Äpfel usw. als Baum- und Tischschmuck;
  2. sauerstoffgebleichte Watte für einen "winterlichen" Weihnachtsbaum;
  3. Bienenwachs für Kerzen und Figuren;
  4. Papier und Pappe für Fensterbilder;
  5. Holz und Holzplatten zum Aussägen von Figuren;
  6. Salzteig, dem Sie mit Gewürzen weihnachtlichen Duft verleihen können

 

Folgende Materialien sind nicht empfehlenswert:

  1. Lametta, das womöglich mit dem Baum auf dem Müll landet: Boden, Wasser, Luft und auch Lebensmittel können durch das bleihaltige Stanniol oder das Hart-PVC, aus dem Lametta hergestellt ist, verunreinigt werden.
  2. Schnee- und Farbsprays: Selbst wenn sie frei von ozonschädigendem Treibgas FCKW (Flour-Chlor-Kohlenwasserstoffe) sind, können sie das krebsverdächtige Lösungsmittel Dichlormethan enthalten.
  3. Aluminiumfolie und metallisiertes Geschenkpapier: Aluminium ist unter den Verpackungsmaterialien der absolute Spitzenreiter in Bezug auf Energieverbrauch, Wasser- und Luftverschmutzung bei der Produktion. Auch das Recycling ist nicht unproblematisch, besonders wenn es sich um Verbundmaterialien handelt.
  4. Weihnachtsschmuck aus Kunststoff ist zu vermeiden, weil - je nach Kunststoffart, besonders aber bei PVC - die Produktion, der Gebrauch und die Entsorgung umwelt- und gesundheitsbelastend sind.
  5. Feen- und Engelshaar besteht häufig aus Glasfasern, welche Haut, Schleimhäute und Atemwege reizen können und - falls sie in die Lunge gelangen (je nach Größe) - auch Krebs fördernd sein können.
  6. Wunderkerzen („Sternspritzer“) enthalten unter anderem giftiges Bariumnitrat. Beim Abbrennen in Innenräumen - besonders bei schlechter Lüftung - wird die Raumluft mit Schadstoffen belastet (Achtung: sofort lüften!). Unbedingt vermieden werden sollte das Abbrennen von Wunderkerzen auf Kuchen oder anderen Speisen

Weihnachtsbaum

Weihnachtsbäume.. das ist so ne Sache. Viele wollen einen haben und “natürlich“ wirkt er auch noch, ist ja schließlich ein Baum. Aber genauso natürlich ist uns auch bewusst dass unsere Bäume von einer Weihnachtsbaum-Industrie aus ganz Europa kommen und nur noch selten von kleinen lokale Baumverkäufern aus dem Nebendorf. Allein in Deutschland werden zweiundzwanzig Millionen Weihnachtsbäume pro Jahr verkauft. Dazu kommt, dass bei der Züchtung konventioneller Weihnachtsbäume häufig Pestizide eingesetzt werden und manche auch noch genmanipuliert sind.

Am besten ist es somit, Christbäume mit einem Bio-Siegel zu kaufen: Bioland-, Naturland-, FSC- oder PEFC-Gütesiegel - eine deutschlandweite Liste mit Ökobaum-Anbietern ist auf der Seite der Umweltschutzorganisation "Robin Wood" zu finden. Beim Anbau solcher Öko-Tannen werden keine chemischen Pflanzenmittel eingesetzt - die Flächen werden durch menschliche Hand und Maschinen von unerwünschten Pflanzen befreit, anstatt diese mit reichlich schädlichen Herbiziden zu vernichten. Nützliche Insekten, die sonst durch die giftigen Spritzmittel ebenso getötet werden, verhindern den Befall bestimmter Schädlinge. Weiterhin werden auf den Öko-Plantagen oft Schafe gehalten, deren Kot die Böden auf natürliche Weise düngt und die dafür sorgen, dass die Gräser rund um die kleinen Tannen kurz bleiben. 

Allerdings ist der ökologische Anbau von Weihnachtsbäumen viel aufwändiger, mit höheren Kosten verbunden und somit sind diese Tannen auch deutlich teurer.


Alternative zum Christbaum?

Deshalb würden wir allen Sparfüchsen und radikalen Nachhaltigkeitsverpfechtern folgendes empfehlen: 

  1. kein Weihnachtsbaum! 
  2. Oder die die Rückkehr zum christlichen Gabenbaum, der meist aus irgendeinem Laubbaumgeäst besteht. Das können Äste sein, die beim Auslichten und Zurückschneiden im Garten anfallen – im eigenen, beim Nachbarn oder öffentlichen Grünanlagen. Die zunächst etwas kargen Äste lassen sich dann mit einiger Phantasie in einen festlichen "Christbaum" verwandeln.

Doch Weihnachtsbaum? Dann achtet auf die folgenden Siegel:

  1. Naturland® Weihnachtsbäume aus anerkannt ökologischer Waldnutzung stammen aus Wäldern, die nach Naturland® Richtlinien bewirtschaftet werden. Diese Richtlinien wurden von Naturland® zusammen mit den Umweltverbänden Robin Wood, Greenpeace und BUND erarbeitet. 
  2. Das internationale FSC-Gütezeichen (Zertifikat des Forest Stewardship Council) steht für eine Waldnutzung, die umweltgerecht, sozial verträglich und wirtschaftlich tragfähig ist. Nach dem Umweltgipfel von Rio 1993 gegründet, folgt der FSC den Empfehlungen der Agenda 21, wonach bei Entscheidungen über Landnutzungsfragen eine gleichgewichtige Partizipation aller Gruppierungen mit ökonomischen, sozialen und ökologischen Interessen beteiligt sein sollen. Es ist kein Öko-Siegel, doch wird es weltweit von den meisten Umweltorganisationen als Mindeststandard einer verantwortbaren Forstwirtschaft akzeptiert.

Und wo gibt´s die?

Eine Liste umweltfreundlicher Weihnachtsbäume gibt es zum Beispiel über Robin Wood (PDF-Liste mit Anbietern von Öko-Weihnachtsbäumen in verschiedenen Bundesländernhttp://www.robinwood.de/fileadmin/temp/oeko-weihnachtsbaum-10.pdf)


Lichterketten und Kerzen

Jährlich werden für private Weihnachtsbeleuchtungen allein in Deutschland etwa 500 Millionen Kilowattstunden verbraucht  (bitly.com/YYf5kd, http://bit.ly/UjNU4g- das reicht aus, um eine Stadt mit ungefähr 140.000 Haushalten ein ganzes Jahr lang rundum mit Strom zu versorgen! 

Eine einfache Lichterkette mit 35 Lämpchen mit je ein Watt, die vom ersten Advent bis Anfang Januar durchgehend brennt, benötigt circa 30 kWh Strom. Die Stromrechnung steigt damit um 5,60 Euro. Ein zehn Meter langer Lichtschlauch verbraucht in derselben Zeit etwa 133 kWh und verursacht Kosten von rund 25 Euro. Damit lässt sich ein energiesparender 180-Liter-Kühlschrank ein Jahr lang betreiben.

Lichterketten:

  1. Es gilt: je energiesparender, desto umweltfreundlicher. LED-Ketten brauchen am wenigsten Strom es gibt sie inzwischen auch in Gelb- und Rottönen, diese machen ein schönes, warmes Licht
  2. Achten Sie bei Lichterketten für den Weihnachtsbaum auf energiesparende Modelle und lassen Sie die Lämpchen nicht Tag und Nacht leuchten!

Anbieter Leuchtketten: 

  1. LED-Kerzen mit einer Leuchtdauer von bis zu 120 Stunden (Osram)
  2. Mittlerweile gibt es sogar Solar-LED-Lichterketten (Memo).  
  3. Megaman gehört zu den Anbietern, die ausdrücklich auf Arbeitsbedingungen und Sozialstandards achten. 

Kerzen:

Kerzen verbrauchen zwar keine elektrische Energie, aber auch sie sind längst nicht in jedem Fallökologisch: Herkömmliche Kerzen aus dem Laden enthalten meist Paraffin. Dieses wird wie Benzin oder Heizöl unter hohem Energieaufwand aus Erdöl gewonnen, was mit Schäden und Gefahren für die Umwelt verbunden ist. 

  1. Die umweltfreundliche Alternative sind Kerzen aus Stearin, die aus dem nachwachsenden Rohstoff Palmöl hergestellt werden, sowie Kerzen aus Bienenwachs. Diese Kerzen sind nicht mit PAK (Polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe) belastet; zudem rußen sie weniger als Kerzen aus Paraffin. Bienenwachs ist gesundheitlich unbedenklich.

Aus folgenden Quellen haben wir die Infos zusammengesammelt:

Broschüre der Verbraucherinitiative http://www.verbraucher.org/pdf/162.pdf

Utopia http://www.utopia.de/ratgeber/mein-oekorrektes-weihnachten?p=2


Robin Wood http://www.robinwood.de/german/wald/weihbau/inhalt.htm

RESET For A Better World http://reset.to/act/gruene-weihnachten


Nabu-Tipps: http://www.nabu.de/oekologischleben/umweltschutztipps/rundumweihnachten/weihnachten.html


Organisation für eine solidarische Welt: (

http://www.oew.org/de/machmitartikel.php?id=951)


 

Weihnachtszeit ist Bastelzeit! 

Tragt hier eure Lieblingsbastel-Ideen und Tipps ein, am besten mit vielen schönen Bildern! Wir freuen uns über eure Ideen und werden fleißig nachbasteln : )


Hier findet ihr nachhaltige Bastelmaterialien: 

Pinsel, EddingPapierAcryl-FarbeBrottütenStoffeKleber, TonkartonWatte, Wolle


Am Besten ist natürlich immer mit Materialien zu arbeiten die man schon zu Hause hat und die wiederverwendet werden können. Zum Beispiel:


Klorollen, Altpapier, leere Dosen, Leere Flschen, leere Gläser, alte Kartons, alte Comics oder Bücher, Geschenkband von den letzten Geschenken, alte Klamotten

Viel Spaß beim Basteln!

Verschenke deine Zeit! z.B. zum gemeinsamen Stricken :)


gefunden bei Zeit statt Zeug

Mal ein anderes Weihnachtsgeschenk und es haben beide was davon! 


Und hier gibt´s die passende Wolle ->

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 Upcycle Broken Christmas Lights into Sparkly Holiday Accessories

gefunden bei ecouterre 


In 4 einfachen Schritten ein wunderbares Geschenk basteln:

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Adventskalender 

(Fr)Ölige Adventszeit?!

Stiftung Warentest warnt: In der Schokolade aus Adventskalendern haben Forscher Mineralöl gefunden! Die Stoffe können krebserregend sein. Die Verbraucherschützer raten vom Verzehr ab, schreibt die Süddeutsche Zeitung am 27.11.12. Und für alle die ganz sicher ölfrei durch die Adventszeit wollen ist der beste Adventskalender immer noch der Selbstgebastelte : ) 


Auf unserem WeGreen Blog wollen wir viele Bastelideen für die Weihnachtszeit sammeln. Also schaut mal rein was wir schon für Bastelideen gesammelt haben und schreibt uns hier eure Lieblings-Adventskalender zum Nachbasteln!

Was habt ihr dieses Jahr für einen Adventskalender? 

 

Zum Selberbasteln:

1. Der Grüne-Dosen-Adventskalender (gefunden bei brigitte) 


  • Grüner Adventskalender zum Selberbasteln

 2. Fähnchen Adventskalender (gefunden bei brigitte)

  • Fähnchen Adventskalender

 3. Butterbrot-Tüten Adventskalender am Weihnachtszweig

  • Butterbrot-Tüten Adventskalender

 4. Pinguine Adventskalender aus Klorollen (gefunden bei nachhaltigleben)

  • Pinguine Adventskalender 1
  • bildschirmfoto 2012-11-27 um 15.09.09
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Malediven: Putztrupp statt Cocktail

  • jjjj

Wir sind in der dunklen Jahreszeit angekommen und die kalten Tage wecken die Sehnsucht nach Sonne und Wärme. Da sich die Sonne aber nur schwierig durch den grauen Novemberschleier kämpfen kann, empfiehlt sich eine Reise - raus aus dem Schmuddelwetter und rein ins Paradies. Die freie Journalistin Doris Neubauer berichtet über ein mögliches Ziel, die Malediven. 

Die Österreicherin ist Erlebende, Reisende, Entdeckende - und vor allem eine, die nicht still sitzen kann. Von ihren Abenteuern erzählt Doris seit einigen Monaten auf ihrem Blog www.littlemissitchyfeet.com. Ob Leben und Arbeiten in einer Yoga-Community auf Hawaii, Monate des Backpackens durch Südamerika oder der Besuch des einzigen Ökodorfs in Irland - sie ist ständig auf der Reise. Worum es ihr geht: Um bewusstes, nachhaltiges Unterwegssein, um alternative Inspirationen für den eigenen Alltag und um die Menschen dahinter, die die Welt nicht nur Schritt für Schritt entdecken, sondern auch ein Stück weit verbessern möchten.

In dem folgenden Artikel beschreibt sie die andere Seite des Paradieses und berichtet über Menschen, die helfen wollen.

Ein paar Inseln – eine kleiner und einsamer als die andere - umgeben von türkisfarbenem Meer, das in der Sonne glitzert. Honeymoon-Paradies mitten im Nirgendwo, wo die einzige Sorge darin besteht, welchen Cocktail man sich zuerst an den Pool liefern lassen soll. Ich gebe zu, mein Bild von den Malediven war ein sehr einseitiges (ein Grund, warum mich der Inselstaat nicht interessiert hat). Bis bei den ERDgesprächen der Film “The Island President” über den ersten demokratisch gewählten Präsidenten des Inselstaats Mohamed Nasheed gezeigt wurde.

Ich habe die Dokumentation damals nicht gesehen, aber irgendetwas hat “Klick” gemacht – die Malediven haben mich seither nicht los gelassen. Vielleicht, weil es den Inselstaat bald nicht mehr gibt: Das Paradies mit seinen 1.196 Inseln, von denen 200 bewohnt und weitere 87 als reine “Ressortinseln” nur TouristInnen vorbehalten sind, droht nämlich wegen der globalen Erwärmung im Meer zu versinken. Eine Gefahr, die Nasheed bis zu seinem (“erzwungenen”) Rücktritt im Februar 2012 laut nach außen und innen kommuniziert hat und zu der er wohl auch in Zukunft nicht schweigen wird.

“Ich denke, dass man als einzelner versuchen sollte etwas zu bewegen und zu verändern. Daher werde ich nicht aufgeben, auch wenn das Ergebnis sein sollte, dass diese/r Staat/en nicht mehr zu retten ist!” Nein, diese Aussage stammt nicht von Nasheed, nicht von einem anderen Staatsmann der Malediven, sondern von Mascha Blome. Die Deutsche hat sich in den Inselstaat verliebt, als sie als 19-jährige auf der Ressortinsel Machchafishi gearbeitet hat. Nicht, dass ihre ersten Erfahrungen so positiv gewesen wären, ganz im Gegenteil: 7-Tages-Woche, Passentzug, keine Ausreisemöglichkeit, kaum Kontakt mit der Familie – und das alles für 400 USD pro Monat. Die ehemalige Philosophiestudentin, die seit klein auf Meeresbiologin werden wollte, hat am eigenen Leib erfahren, dass die Arbeitsbedingungen vor Ort genauso wenig paradiesisch sind wie so manches andere. ”Ich habe auch gehört, dass der gesamte Inselmüll nachts auf Dhonis (Anm.: traditionelle Holzboote) geladen und ins offene Meer geleert wird”, fügt Mascha hinzu – etwas, was ihr bei ihrem letzten Aufenthalt auf den Malediven bestätigt wurde.

“Seit diesen Erfahrungen haben mich die Malediven und die Menschen dort nicht mehr losgelassen”, erzählt Mascha, die zurzeit ihr Geld als Sprechstundenhilfe verdient, “ich habe nie aufgehört davon zu träumen, eines Tages wieder auf die Malediven zurück zu kehren und dort etwas Gutes für die Bevölkerung sowie die Umwelt zu tun.” Das Versprechen, das sie damals gegeben hat, hat sie eingehalten: Vor zwei Jahren hat sie den gemeinnützigen Verein arkipal e.V. gegründet. Gemeinsam mit motivierten Bekannten auf den Malediven und der NGO VFF (Velidhoo Future Foundation) möchte sie Einheimische wie TouristInnen über das Müllproblem aufklären: “Denn das führt unweigerlich auch zum Klimawandel, weil die Fauna und Flora der Inseln und des Meeres wichtig für das Gleichgewicht der Malediven sind. Sind beide angegriffen haben die Inseln keinen natürlichen Schutz mehr.” Vor allem Ressorts möchte Mascha als Kooperationspartner an Bord holen und versucht im Moment in ihrer Freizeit von Deutschland aus, das Projekt bekannter zu machen sowie UnterstützerInnen zu finden, ”schließlich sind Hotels nicht unschuldig an der Umweltverschmutzung. Zum Beispiel durch den Müll, der oft im Meer entsorgt wird und durch die Strömung an den Stränden der Einheimischeninseln landet, wo er Tiere und Korallen gefährdet. Oftmals werden auch Palmen von anderen Inseln zu den Ressorts transportiert, was wieder zu Erosionsgefahr auf der Spenderinsel führt.” Um Schuldzuweisungen geht es der Bremerin aber nicht, “wir wollen Alternativen für die Rettung der Malediven und anderer vom Klimaschutz bedrohten Staaten aufzeigen. Auf diese Weise könnten sie (Anm.: die Ressortbetreiber) der Natur etwas zurückgeben.”

Der Wiederaufbau beziehungsweise die Stärkung der schon angegriffenen Riffe mit so genannten Korallentischen, die Einführung von Recycling und Kompostierung, die Aufklärung der Einheimischen sowie der umliegenden Ressorts – auf Mascha wartet im November viel Arbeit, wenn sie für drei Monate auf die Malediven zurückkehrt. Auf lange Sicht ist außerdem geplant, mit der DAM Divers Association Maldives eine Art “Taucherpolizei” wie am roten Meer zu entwickeln. Die soll unter anderem darauf achten, dass Korallen nicht für den besten Schnappschuss aufs Spiel gesetzt werden. Zusätzlich möchte die Deutsche den InselbewohnerInnen mit einem Show-House zeigen, wie kostensparend und effizient Erneuerbare Energien – Solar, LED-Lampen oder Biogasanlagen – sind. Projekte, die arkipal nur mit Hilfe von Spenden umsetzen kann. “Pro Jahr fliegen allein ca. 60.000 deutsche TouristInnen auf die Malediven”, berechnet Mascha, die sich vor allem FördermitgliederInnen mit monatlich individuellen Fixbeiträgen für arkipal wünscht, “wenn jeder nur einen Euro spenden würde, wären unsere Träume, Ziele und Projekte viel leichter realisierbar.” Von den Ressorts kommt im Moment wenig Hilfe: So stand Mascha lange mit einem Hotel in Kontakt, um ein Konservierungsprogramm auf der Insel zu initiieren. “Am Ende wurde uns ein 6 Tage-pro-Woche-Job für 350 USD pro Monat in der Tauchschule angeboten.” Nicht die einzige enttäuschende Reaktion, bei der man sich fragt, ob die Bemühungen von Ressorts in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein reinster Marketinggag sind.

Dann lieber gar keine TouristInnen!? “Die maledivische Regierung unter Nasheed nutzte Teile der Einnahmen und Tourismussteuer um die Umwelt zu schützen, die Folgen des Klimawandels auszubessern und Gegenmaßnahmen zu ergreifen”, plädiert Mascha für das “notwendige Übel” Tourismus, das neben der Fischerei wichtigste Einnahmequelle der Bevölkerung ist. Aber es braucht Regeln. ”Die TouristInnen sollten sich vor der Reise auf die Malediven über das Land, die Traditionen, die Umwelt und die Probleme vor Ort informieren und sich dementsprechend verhalten”, so die Bitte -  nein, der Aufruf der Umweltschützerin an uns alle, die wir die Malediven auf der Bucketlist haben. “Man sollte hier ansetzen, indem man ihnen auferlegt, einen geringen Betrag an die Einheimischen, NGOs und nachhaltige Projekte zu spenden. Ich denke, indem sie diese einzigartige Umwelt nutzen und genießen, tragen sie eine Verantwortung, diese zu erhalten!”

Statt in den nächsten Cocktail sollten wir somit vielleicht doch besser in diesen “Putztrupp” für die Malediven investieren…

Finanzielle Unterstützung für das Projekt sind ebenso willkommen wie weitere Mundpropaganda oder Mithilfe vor Ort.

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Masterarbeit CSR in Unternehmen

  • csr

 Der Begriff der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen, als Corporate Social Responsibility (CSR) bekannt, hat sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem umfassenden Leitgedanken für Wirtschaft, Politik und Wissenschaft entwickelt. Die Masterarbeit „Corporate Social Responsibility in Unternehmen – Rezeption und Resonanz in Print- und textbasierten Onlinemedien“ soll aufzeigen, wie CSR in den Unternehmen kommuniziert wird, wie Journalisten und CSR-Experten dies auf­nehmen, bewerten und wie die von Unternehmen kommunizierten CSR-Aktivitäten in den Medien übernommen werden. Die hierbei auftretende Diskrepanz zwischen der praktischen und der gewünschten CSR-Kommunikation lässt viele Verbesserungsmöglichkeiten zu. Um diese zu erörtern wurden qualitative Interviews mit CSR-Experten, CSR-Journalisten sowie mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen geführt, die die unterschiedlichen Meinungen und CSR-Definitionen verdeutlichen.

CSR ist ein umfassendes Konzept für das gesamte Unternehmen. Auf eine strategische Ausrichtung des CSR-Ansatzes für das Unternehmen gehen die in der Arbeit generierten Verbesserungsvorschläge ein. Folgende Ergebnisse wurden aus den Aussagen der gewählten CSR-Experten erarbeitet:

·         Eine erfolgreiche Implementierung der CSR-Aktivitäten im Unternehmen soll im direkten Bezug zur Wertkette und Umwelt des Unternehmens stehen und strategisch integriert sein.

·         CSR soll besser in die unternehmerische Strategie und das Management eingegliedert und dort verankert werden.

·         Am häufigsten werden vor allem mehr CSR-Aktivitäten mit höherer Qualität gefordert. Besonders wichtig dabei sind qualitativ hochwertige Berichte und eine größere Themenvielfalt.

·         Nachhaltigkeitsberichte sollten übersichtlich gegliedert sein, so dass auf die Informationen leicht und schnell zugegriffen werden kann. Journalisten haben den Wunsch nach kompetenten Ansprechpartnern, die sie problemlos und direkt ansprechen können.

·         Nachhaltigkeitsberichte sollen nicht nur strukturiert und transparent sein, sondern nach GRI- oder anderen Normen verfasst werden. Diese haben den großen Vorteil, dass sie einen guten Leitfaden und eine hohe Glaubwürdigkeit mit sich bringen, wenn sich Unternehmen nach diesen richten.

·         Boni-Systeme sollen der mögliche Treiber zur Verbesserung der CSR- und Nachhaltigkeits-Managements sein.

·         CSR muss bei den internen Stakeholdern, den Mitarbeitern beginnen, damit sie von innen nach außen getragen werden kann. Mitarbeiter müssen hinter dem CSR-Gedanken stehen, damit CSR wirklich nachhaltig funktioniert.

·         Der Kunde soll als stärkster Stakeholder gesehen werden, um den Druck auf Unternehmen zu erhöhen.

·         Ethische Grundsätze wieder zu beleben ist bei dem Thema CSR ebenfalls wichtig. Unternehmen und deren Vertreter müssten wissen, was gut und falsch ist und sich wieder ethischer Grundsätze besinnen.

Als Fazit bzw. gewünschter Zustand bei Unternehmen sollte CSR gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen mehr mit in die Unternehmensstrategie eingebunden werden. Kleine und mittelständische Unternehmen sollten mehr und qualitativ hochwertiger kommunizieren, z.B. auch mit CSR-Berichten wo Fortschritte angefangener CSR-Aktivitäten und aktuelle Stände der Aktivitäten genauso drin stehen sollten wie geplante CSR-Maßnahmen. Auch aktive Kommunikation ist sehr wichtig, denn wer CSR ohne Kommunikation betreibt hat CSR nur die halb verstanden. Wichtig ist bei der Kommunikation qualitativ hochwertige und zielgerichtete Kommunikation, d.h. z.B. CSR-Pressemeldungen sollten sich auf wirklich wichtige Informationen beschränkt werden und die richtige Zielgruppe ansprechen. Maximale Transparenz und Offenheit ist dabei gewünscht, aber ausgewählt und fokussiert und nicht wahlloses verfeuern von allen dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Informationen. CSR-Kommunikation sollte nie mehr Priorität haben als die Umsetzung der CSR-Maßnahmen, da sonst die Gefahr des Greenwashing-Verdachtes besteht, welcher ein negatives Image für das Unternehmen nach sich ziehen kann. Unternehmen aller Größen sollten die Qualität der CSR-Aktivitäten auf den Kern des Unternehmens anpassen, d.h. ein Textilunternehmen sollte sich mit Textilien von der Baumwolle bis hin zum fertigen T-Shirt beschäftigen.

 

Auch bei Journalisten besteht Verbesserungspotential: Journalisten sollten Unternehmen helfen CSR besser zu verstehen. D.h. der Sinn und Nutzen von CSR für Unternehmen muss diesen näher gebracht werden. Und Journalisten sollten bzw. könnten offener und evtl. verständnisvoller Unternehmen gegenüber sein. Sie sollten Unternehmen die gerade mit CSR angefangen haben etwas weniger kritisch betrachten und evtl. auch ihr Wissen über CSR weitergeben.

  • anne

Masterarbeit und Blogartikel von Anne Dechamps.

 

Was meint Ihr? Wie muss für Euch CSR in Unternehmen integriert  sein? Wie soll über CSR kommuniziert werden? Und wie können die Medien zu einem besseren CSR-Verständnis beitragen?

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3 neue Quellen bei WeGreen! EIRIS, Goodguide und Corporate Critic...

Wir freuen uns Euch mitzuteilen, dass WeGreen gleich 3 besonders umfangreiche und genaue Quellen neu an Bord hat. Die Eiris Foundation, mit ihrer Initiative YourEthicalMoney.org, Goodguide.com und Corporate Critic.

3 neue Quellen, das sind über 3000 Bewertungen und über 1000 neue Unternehmen in unserem Datenbestand. Damit kommen wir unserem Ziel, das riesige Thema Nachhaltigkeit im Alltag einfach zu integrieren, ein Stückchen näher.

Alle drei CSR-Informationsquellen fließen stärker gewichtet in unsere Nachhaltigkeitsampel ein. Wie Ihr auf unserer Methodikseite nachlesen könnt, stellen wir eine Menge Anforderungen an unsere Quellen. Von diesen Anforderungen hängt ab, ob die Quelle überhaupt als solche aufgenommen wird bzw. wie stark ihr Gewicht auf die Ampelfarbe ausfällt. EIRIS, Goodguide und Corporate Critic erfüllen sehr umfangreich unsere Kriterien und erhalten von uns daher ein stärkeres Gewicht.

Die EIRIS Foundation ist eine unabhängige Non-profit Organisation und gilt als führende Rating-Institution im Bereich der Nachhaltigkeitsbewertungen. EIRIS bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Performance von Unternehmen, primär für Finanzmärkte, Investoren und Pensionsfonds. Forscherteams bewerten rund 3.000 Unternehmen weltweit. Die Forschung basiert dabei auf einem Stakeholder orientierten Prozess, der die Meinungen von Investoren, NGOs, Wissenschaftlern und Unternehmen berücksichtigt.

Yourethicalmoney.org ist eine Initiative der EIRIS Foundation, die Unternehmen aus dem Finanzbereich bewertet. Die Nachhaltigkeitskriterien beinhalten verschiedene Themen wie "Grüne/ Ethische Produkte“, "Ethische Versicherungen“, "Verantwortliche Darlehensvergabe“, "finanzielle Ausgrenzung“, "Umweltaspekte“, "CO2 Neutralität“ und "Chancengleichheit“. Darüber hinaus wird bspw. der Anteil von Frauen im Vorstand ermittelt oder das Spendenaufkommen im Vergleich zum Profit.

Im Gegensatz zu EIRIS bewertet Goodguide nicht nur Finanzunternehmen, sondern Konzerne verschiedener Branchen und kommt zu der Gesamtbewertung über eine Produktanalyse.

Goodguide ist ein "For Benefit" Unternehmen aus den USA, mit dem Ziel Konsumenten reichhaltige Informationen über Umweltauswirkungen und Sozialverhalten von Konzernen zu veranschaulichen. Eine Expertenjury bewertet Unternehmen und Ihre Produkte jeweils getrennt mit einem Punktesystem von 1 (sehr schlecht=rot) bis 10 (sehr gut=grün) mit der dazugehörigen Farbe gekennzeichnet und zum besseren Vergleich in Branchen unterteilt. Goodguide analysiert hierbei Umweltaspekte wie die Fähigkeit Umweltprobleme zu lösen, die Ressourcennutzung und ihre Umweltauswirkungen, sowie soziale Aspekte, wie die Auswirkungen ihrer Aktivität auf Arbeitnehmer und Verbraucher. Für die Bewertung werden zwei Arten von Indikatoren bzw. Quellen genutzt. Zum einen sogenannte Performance Indikatoren die auf Fakten im Zusammenhang mit der realen Welt und deren Auswirkungen basieren und zum anderen Informationen aus Berichten die im Zusammenhang mit den öffentlichen Zusagen und Praktiken des Konzerns stehen. Erstere beinhalten quantitative Metriken wie Treibhausgas-Emissionen pro Dollar Umsatz, Arbeitsunfälle pro eine Million Arbeitsstunden, Zertifizierungen und Auszeichnungen (z.B. ISO 14001), Statistiken (z. B. Anzahl der Kontroversen oder Geldbußen für mangelnde Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen). Mit einbezogen werden auch die Transparenz und öffentliche Zugänglichkeit dieser Daten. Bei den Produktbewertungen gibt es auch eine Kategorie zu gesundheitlichen Aspekten, wie die Auswirkungen auf die Gesundheit der Konsumenten und Mitarbeiter durch die chemische Zusammensetzung des Produktes oder Verfahrens Herstellungsprozess. Alle Bereiche fließen gleichgewichtet in die Gesamtbewertung und bilden den „Product Average Score“, den wir in unserer Ampel zitieren.

Unsere dritte neue Quelle, Corporate Critic untersucht und unterteilt ebenfalls die Konzerne in Branchen. Im Gegensatz zu Goodguide werden von Ihrem Forschungsteam Berichte bzw. Informationssammlungen analysiert, von denen sie mit einer komplexen Methodik auf die Nachhaltigkeit der Unternehmen schließen. Nach dieser Methode hat auch die Reputation des Konzerns einen wichtigen Stellenwert.

Corporate Critic ist eine Initiative der Ethical Consumer Research Association, die Corporate Social Responsibility Datensätze von über 25.000 Unternehmen analysiert und bewertet. Untersucht werden Nachhaltigkeitsinformationen sowohl von großen, multinationalen, börsennotierten Konzernen als auch von kleinen, privaten Betrieben. Corporate Critic sammelt und wertet Informationen aus fünf Hauptbereichen: Umwelt mit den Kategorien Klimawandel, Umweltverschmutzung und Giftausstöße, Einhaltung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Atomkraft und Erstellung von Umweltberichten; Personen mit den Kategorien Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte, verantwortungsloses Marketing und Lieferkettenmanagement; Tiere mit den Kategorien Tierversuche, Massentierhaltung und weitere Tierrechte; Politik mit den Kategorien Gentechnik, Anti-soziale Finanzierungen und weitere Politische Aktivitäten und Produkt Nachhaltigkeit mit den Kategorien Bio, Fairtrade und weiteren Nachhaltigkeitsmerkmalen. Die Informationen stammen aus über 100 Publikationen von renommierten NGOs, CSR-Reports und vielen anderen Quellen. Experten fassen die wichtigsten Daten in einem übersichtlichen Text zusammen und vergeben den sogenannten Ethiscore getrennt, jeweils für Unternehmen von 1 bis 15 (0-4= sehr schwach, 5-8= schwach; 9-11= durchschnittlich und 12-15= gut) und für Produkte von 1 (sehr schlecht) bis 20 (sehr gut).

 

EIRIS, Goodguide und CorporateCritc sind drei sehr seriöse und umfangreiche Quellen. Wir freuen uns sie dabei zu haben, geben uns damit aber noch nicht zufrieden. 

Wir sind ständig auf der Suche nach neuen CSR-Informationsquellen, um die Qualität und auch Quantität unserer Nachhaltigkeitsampel zu erhöhen. Momentan bearbeiten wir Stiftung Warentest und den Dow Jones Sustainability Index.

Wir halten Euch auf dem Laufenden!

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WeGreen als Medienpartner beim Dialogue on Sustainability 2012

Der studentische Verein „DenkNachhaltig! e.V.organisiert in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal den „Dialogue on Sustainability“. Vom 9. bis zum 11. November tauschen sich dort, an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (WFI), 150 StudentenInnen und DoktorandenInnen mit über 50 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, über das Thema Nachhaltigkeit aus.

Die Konferenz gliedert sich in die drei Themenblöcke Water, Cities und Finance, die erst in Ihrer Ausführlichkeit untersucht und am letzten Tag mit Fallbeispielen unterlegt werden.

Das Thema Wasser wird in Bezug auf Ressourcenknappheit behandelt, wobei in diesem Dialog Lösungsansätze entwickelt werden sollen, wie durch Ressourcenschutz ein Nutzen für die Gesellschaft entstehen kann und welche Modelle auch in Privathaushalten und Betrieben kostengünstig umgesetzt werden können.

Im Bereich Cities steht vor allem das Thema Mobilität im Vordergrund. Trendbegriffe wie Megacities, Smart Grid und Social Media Society sollen im Zusammenhang mit Infrastruktur, Energie und Netzwerken analysiert und neue Konzepte zur Fortbewegung entwickelt werden.

Der letzte Themenblock Finance befasst sich, im Hinblick auf die Finanzkrise mit der Frage ob ein nachhaltiger Finanzmarkt möglich ist und wie alternative Finanzsysteme aussehen können.

Geschmückt werden alle Diskussionen und Veranstaltungen mit Reden von Experten aus dem Unternehmens-, Nachhaltigkeits- oder Wissenschaftsbereich.

Maurice Stanszus, Gründer und Geschäftsführer von WeGreen ist einer der Redner und stellt gleich auf dem Begrüßungspodium das Konzept der grünen Suchmaschine WeGreen.de und ihrem Herzstück der Nachhaltigkeitsampel vor.

Mit dabei sind ebenso Prof. Dr. Claus Hipp, Dr. Bauer von der Bauer Aktiengesellschaft, Alexander Neubacher vom Spiegel, Dr. Reinhard Brandl CDU Abgeordneter des Deutschen Bundestages, Dr. Astrid Zwick, Leiterin der Abteilung Corporate Responsibility der Munich Re Gruppe, uvm.

Gefördert und unterstützt wird der Dialogue on Sustainability von zahlreichen Partnern unter anderem vom Club of Marrakesh und WeGreen als Medienpartner.

Wir hoffen mit diesem kurzen Artikel Euer Interesse geweckt zu haben. Falls Ihr noch an dem Event teilnehmen möchtet und StudentenInnen oder DoktorandenInnen seid, könnt Ihr Euch bis einschließlich dem 26.Oktober HIER bewerben. Informationen zu Preis und Unterkunft liegen dort ebenfalls vor.

Wir freuen uns Euch beim Dialogue on Sustainability persönlich kennenzulernen!

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Nachhaltige Länder gesucht? - WeGreen integriert den Happy Planet Index

Wir sind happy!

Denn ab sofort ist es mit unserer grünen Suchmaschine möglich, die Nachhaltigkeit von Ländern und Staaten auf Herz und Nieren zu prüfen. Dazu haben wir den Happy Planet Index (HPI) als neue nachhaltige Bewertungsquelle in unseren Suchalgorithmus mit aufgenommen.

Happy Planet Index

Und das funktioniert so:

Du möchtest wissen, wie grün und nachhaltig ein bestimmtes Land ist?

Dann gib einfach den Namen des Landes (z.B. Deutschland) bei WeGreen ein und du bekommst unsere Nachhaltigkeitsampel für das jeweilige Land angezeigt. 

Die Nachhaltigkeitsampel für Länder hat dann als Bewertungsgrundlage das Ranking des HPI.

Der Happy Planet Index wurde 2012 bereits zum dritten Mal errechnet und umfasst derzeit 151 Länder. Das Ziel ist eine Zahl zu bilden, die auf ein langes, glückliches und nachhaltiges Leben der Bewohner eines Landes schließen lässt. Hier seht ihr auf einer Weltkarte den HPI für die einzelnen Länder. Das nachhaltigste Land ist derzeit Costa Rica. Deutschland findet sich nur im Mittelfeld wieder.

Er errechnet sich aus drei Komponenten:

Lebenserwartung

subjektives Wohlbefinden

ökologischer Fußabdruck


Die Lebenserwartung ist ein Maß, das bereits seit langer Zeit als alternativer Wohlstandsindikator benutzt wird. Der Happy Planet Index bezieht die Daten für die Lebenserwartung aus dem Human Development Report der Vereinten Nationen.

Das subjektive Wohlbefinden wird anhand eines universellen Fragenkatalogs abgefragt. Der sog. Ladder of Life des Gallup World Poll. Auf einer Skala von 0 bis 10 schätzen die Befragten ihre Lebenssituation in Themenbereichen wie Gesundheit, Bildung, Arbeitsbedingungen, Geschlechtergrechtigkeit etc.  selbst ein.

Der ökologische Fußabdruck ist ein Indikator des WWF. Er berechnet für jedes Land den benötigten Bedarf an Landfläche, um den Ressourcenverzehr durch Konsum von Waren und Dienstleistungen zu decken. Je höher der ökologische Fußabdruck, desto weniger nachhaltig ist die Produktions- und Konsumweise eines Landes.

Der Happy Planet Index soll ein Gegenstück zu der traditionellen Messung des Wohlstandes anhand des Bruttoinlandsproduktes (BIP) bilden. Das BIP misst lediglich die wirtschaftliche Aktivität eines Landes und geht implizit davon aus, dass der Wohlstand durch Produktion und Konsum von Gütern und Dienstleistungen erhöht werden kann. Inwieweit unsere Produktions- und Konsumweise zu einer tatsächlichen Erhöhung der Lebenszufriedenheit führen kann, ist unter Experten umstritten. Auch der Verzehr von Ressourcen und Umweltverschmutzungen werden vom BIP nicht erfasst. Im Gegenteil: Die Ölkatatstrophe im Golf von Mexico im Jahr 2010 hat sogar zu einer Erhöhung des amerikanischen BIPs geführt, da Reparatur- und Reinigungsarbeiten positiv in die Berechnung einfließen (eine ausführliche Diskussion zu diesem Themenkomplex findet sich in Kapitel 4 der Master-Thesis des Autors).

Neben dem Happy Planet Index hat es vor allem der Human Development Report geschafft, das alternative Wohlstandsindikatoren mittlerweile stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert werden.

Aber auch der HPI hat seine Schwächen. Besonders die Beurteilung politischer und staatlicher Systeme, der Ausprägung demokratischer Institutionen, Menschenrechte und Korruption kann der HPI nur schwer erfassen. So hat z.B. Vietnam ein besseres Ranking als Deutschland, obwohl ein Großteil der Menschheit das augenblickliche politische System und die Einhaltung der Menschenrechte sicherlich als wesentlich schlechter im Vergleich zu Deutschland ansieht.

Doch trotz aller Kritik:

Der Happy Planet Index vereint viele gute Ansätze, um die ökologische und gesellschaftliche Entwicklung eines Landes transparent darzustellen. Mit der Einbeziehung des HPI als Quelle für unsere Nachhaltigkeitsbewertungen wollen wir zur Verbreitung derartiger Rankings beitragen und unseren Nutzern eine schnelle und transparente Möglichkeit bieten, die Nachhaltigkeit von Ländern und Staaten zu vergleichen.

Wie bereits angedeutet, gibt es viele weitere Versuche die Nachhaltigkeit von Ländern zu messen. Wir werden versuchen, weitere Indikatoren in unsere grüne Suchmaschine einzubinden, die sich mit der Nachhaltigkeit von Ländern und Staaten beschäftigen. Denn auch für den Happy Planet Index gilt: Konkurrenz belebt das Geschäft! Und viele verschiedene Quellen helfen uns, unsere Suchmaschine weiter zu verbessern.

Deshalb zum Schluss noch ein kleiner Aufruf:

Wenn ihr weitere potentielle Quellen für WeGreen kennt, die sich mit der Nachhaltigkeit von Ländern, Unternehmen, Marken und Produkten beschäftigen, nennt Sie uns. Wir suchen ständig nach interessanten, aussagekräftigen Quellen, um die Qualität und Transparenz von WeGreen kontinuierlich zu erhöhen!

  • Happy Planet Index
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CSR-Ratings – bloßes greenwashing oder Garant für mehr Transparenz und unternehmerische Nachhaltigkeit? Diskutieren Sie mit, auf der imug-Jubiläumstagung!


Es ist mal wieder soweit. Auf der 20-jährigen Jubiläumstagung des Instituts für Markt-Umwelt-Gesellschaft (imug) der Leibnitz Universität Hannover soll es um nichts Geringeres gehen, als um das Spannungsverhältnis zwischen ökonomischen, sozialen und ökologischen Interessen.

Aber bleiben wir realistisch! Viele Fragen bleiben offen:

  • Gibt es in der Unternehmenspraxis überhaupt so etwas wie Corporate Social Responsibility, oder handelt es sich dabei lediglich um ein Theoriekonzept?
  • Können Unternehmen bei der Realisierung ihrer ökonomischen Interessen, Rücksicht auf gesellschaftlichen Erwartungen nehmen?
  • Und welche Rolle spielen dabei insbesondere CSR-Ratings oder die Macht der Konsumenten und Investoren?
  • Bedarf es im CSR-Bereich insgesamt mehr Transparenz und verbindliche Auflagen für Unternehmen und sollten positive Entwicklungen eigentlich nicht belohnt werden?

Die imug-Tagung „CSR-Ratings. Auf dem Weg zu mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit“ sucht nach Antworten auf diese Fragen. Die Veranstaltung ist interdisziplinär ausgerichtet. Die Teilnehmer reichen von renommierten Wissenschaftlern aus den Bereichen Marketing, Nachhaltigkeit, Konsum- und Finanzmärkte, über Vertreter aus Wirtschaft und Politik, bis hin zu unabhängigen Experten, Journalisten und Mitgliedern von Verbraucherinitiativen, Umwelt- und Menschenrechtsverbänden. Die WeGreen UG wird von unserem Gründer und Geschäftsführer Maurice Stanszus vertreten.

Die Jubiläumstagung findet am 19. Oktober 2012 von 10:00 – 16:30 Uhr in den Räumlichkeiten des Alten Rathhaus, in der Karmaschstraße, in Hannover statt. Anschließend gibt es ab 19:00 Uhr Party und es wird gefeiert!

Achtung: Die Teilnahme ist kostenpflichtig und das Platzangebot begrenzt. Nähere Informationen zur Anmeldung, zu eventuellen Zimmerreservierungen, sowie zum Tagungsablauf und zu den Teilnehmer finden Sie hier:

Oder Sie wenden sich zur Anmeldung direkt an Denise Nordhorn, telefonisch unter: 0511 121960; oder per Email unter: .

Wir freuen uns, Sie auf dem imug-Jubiläumsevent zu begrüßen! 


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Best Place to Work, Werkstatt N, Serviceplan Gruppe und Public Eye Award; 4 neue Bewertungsquellen bei WeGreen

Anhand der steigenden Anzahl von Bioshops und Bionadetrinkern kann man erkennen, wie der Wunsch nachhaltig zu handeln im Zusammenhang in den letzten Jahren gewachsen ist. Ökosiegel schießen wie Pilze aus dem Boden und bilden regelrechte Labeldschungel.

Ob Gütesiegel, CSR-Rating-Agenturen oder Preisverleihungen von Nachhaltigkeits-Awards, es gibt zahlreiche Varianten um Unternehmen nach Ihrem verantwortungsbewussten Verhalten zu beurteilen und auch zu kennzeichnen. Einer der Gründe für diese Vielzahl an Bewertungsmechanismen ist die Aufspaltung des Begriffes Nachhaltigkeit in seine sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Komponenten. Ein anderer, die Schwierigkeit messbare und quantifizierbare Kriterien festzulegen, nach denen die Unternehmen bewertet werden sollen.

WeGreen als grüne Suchmaschine hat sich daher zur Aufgabe gemacht, den ganzen Informationswust simpel und überschaubar darzustellen. Sinn und Zweck der Nachhaltigkeitsampel ist es nicht, eine weitere Messlatte für eine neue Ratingmethodik zu setzen, sondern vielmehr bereits vorhandene, qualitativ hochwertige CSR-Informationsquellen miteinander zu integrieren, um Unternehmen, Produkte und Marken flächendeckend, ganzheitlich und vereinfacht im Nachhaltigkeitskontext darzustellen.

Je genauer und vielseitiger die Ratings, desto umfassender und aussagekräftiger ist unsere Nachhaltigkeitsampel. Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Bewertungsquellen und prüfen diese anschließend eingehend nach Ihrer Glaubwürdigkeit und Seriosität. Die für uns in Frage kommenden Bewertungen fließen unterschiedlich gewichtet zusammen und führen so zu der jeweiligen Ampelfarbe: rot für eine gute; gelb für eine durchschnittliche und grün für eine minderwertige Nachhaltigkeitsperformance der Firma. Ob eine Quelle eher weich, mittel oder stark gewichtet wird, hängt von mehreren Eigenschaften ab, wie z.B. der schon angesprochenen Ganzheitlichkeit oder ihre Genauigkeit. Mehr dazu findet ihr auf unserer Methodikseite.

In den letzten Wochen haben wir unter anderem 4 neue Quellen als Informationslieferanten für unseren Datenpool aufgenommen, die dieses Konzept gut veranschaulichen. Best Place to Work, Werkstatt N, Serviceplan Group und als letzte den Public Eye Award.


Das Best Place to Work Institute ist ein internationales Forschungs- und Beratungsinstitut, dass Unternehmen bei der Überprüfung und Weiterentwicklung einer mitarbeiterorientierten Arbeitsplatzkultur unterstützt. Sie führen einmal im Jahr eine Benchmarkstudie durch und erstellen eine Liste der attraktivsten Arbeitgeber, aus Sicht der Mitarbeiter. Bewertet werden verschiedene Dimensionen wie z.B. "Glaubwürdigkeit", oder "Respekt" die auf unterschiedlichen Ebenen, von Mitarbeiter zu Management, von Mitarbeiter zu Mitarbeiter usw. beleuchtet werden. Pluspunkte erhalten hierbei Arbeitgeber deren Unternehmensstruktur sich durch flache Hierarchien auszeichnet.

Die Quelle gilt als seriös und international anerkannt. Jedoch besteht ein entscheidendes Defizit darin, dass sie nur einen kleinen Aspekt den das Thema Nachhaltigkeit ausmacht, die Arbeitsbedingungen der Angestellten, untersucht. Daher gilt sie eher als weich. Ein weiterer Grund für Ihre geringe Gewichtung ist die Tatsache, dass Unternehmen freiwillig an diesem Programm teilnehmen. Außerdem handelt es sich um eine Positivliste, alle Unternehmen in den Top 100 haben eine positive Wertung. Zwar schneiden einige besser ab als andere (z.B. hat SMA Solar Technologie bei dem Rating 2012 den ersten Platz als Unternehmen mit über 5000 Mitarbeitern belegt), doch die Unternehmen die es nicht unter die Top 100 schaffen bleiben anonym. 

 Werkstatt N, ein Qualitätssiegel, das der Rat für Nachhaltige Entwicklung vergibt, ist ein weiteres Beispiel für eine Quelle bei der man sich selbst anmelden kann. Aus allen eingegangenen Projekten werden jährlich 100 Nachhaltigkeitsinitiativen ausgezeichnet, die Ansätze liefern ihre Umwelt sozial und ökologisch zu beeinflussen. Auch diese Quelle gilt eher als weich.

Im Unterschied zu Best Place to Work handelt es sich bei diesen Initiativen von vornherein um nachhaltige Projekte. Ein Vorteil für die Initiativen besteht darin, dass sich durch die Auszeichnung mit dem  Siegel, die Chancen zur Realisierung ihrer Idee erhöhen. Dies steht bei ihrer Bewerbung im Vordergrund  und nicht etwa eine postive Nachhaltigkeitsbewertung.die sie in ihrem CSR-Report  schreiben zu können. Auch WeGreen selbst und  eine unserer Quellen Rank a Brand wurden mit diesem Siegel ausgezeichnet.

 Bei der Quelle Best Place to Work wurden die Mitarbeiter befragt, bei Werkstatt N wählt der Rat für Nachhaltige Entwicklung den Gewinner. Die Serviceplan Gruppe bezieht ihre Ergebnisse aus Konsumenten-Umfragen. In diesem Fall wird die Reputation von Unternehmen und Marken untersucht; insgesamt zu limitiert um ein hohes Gewicht in der Nachhaltigkeitsampel zu tragen. Serviceplan Group zählt aus diesem Grund als eher weich und trägt mit einer geringen Gewichtung zur Ampelfarbe der Unternehmen wie z.B. HIPP, dem Hersteller mit der besten Reputation, bei.

 Als vierte Quelle haben wir den Public Eye Award in unserer Datenbank aufgenommen. Der Public Eye Award wird seit dem Jahr 2000 von "Greenpeace" und "Erklärung von Bern" organisiert und soll einen Gegenpart zu dem jährlichen Treffen des World Economic Forums (WEF) bilden. Nominiert und bewertet werden Unternehmen, die sich ökologisch und sozial, von besonderer Verantwortungslosigkeit auszeichnen. Unter den Nominierungen werden anschließend 2 verschiedene Awards verliehen; der Public Eye People Award über den Online Aktivisten auf der ganzen Welt abstimmen und zum zweiten der Public Eye Global Award, der von einer internen Expertenjury verliehen wird.

Die Popularität von den Initiatoren Greenpeace und Erklärung von Bern trägt schon  zu einer höheren Gewichtung dieser Quelle bei.

Zudem umfasst der Public Eye Award mehrere Aspekte in Sachen Nachhaltigkeit. Bei der Nominierung von APP, für die Zerstörung von mehr als 100 Millionen Hektaren Naturwald in Sumatra bei der Papierherstellung steht das Thema Umwelt im Vordergrund. Die Gesundheit und Menschenrechte z.B. bei der Nominierung von Samsung, für den Einsatz giftiger Chemikalien ohne entsprechenden Arbeiterschutz, das Abstreiten von Verantwortung für daran erkrankte Mitarbeiter, die Unterdrückung von Menschenrechtsaktivisten, Gewerkschaftsbehinderung, Veruntreuung und Steuerflucht.

Diese Art von Quellen ist enorm wichtig weil sie auf große Missstände und regelrechte Skandale aufmerksam machen die ansonsten nur wenig in der Presse erwähnt werden. Die Abstimmung, mit über 25.000 Stimmen ist repräsentativ und international, daher fließt die Public Eye Benotung gleich zweifach in die Nachhaltigkeitsampel ein.

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Chinas Bevölkerung hat die Faxen dicke – Proteste für Klima- und Umweltschutz im „Reich der Mitte“

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 Apokalyse, Abode of Chaos

In letzter Zeit fallen Zukunftsprognosen über Klimawandel und Umweltschutz meist düster aus, wenn sie nicht gleich Weltuntergangsszenarien herauf beschwören. 

Auch an mir geht die Schwarzmalerei nicht spurlos vorbei. Ich bin fest davon überzeugt, dass das Weltklima kurz vor dem Kollaps steht, sollte sich nichts Grundlegendes verändern.

Und wer trägt die Verantwortung? Natürlich - wie immer die Anderen. Allen voran die Regierungen der Nationalstaaten, die es versäumen, Lösungen für globale Herausforderungen durch postnationales Denken zu entwickeln. Das Motto der globalen Umweltpolitik könnte bis dato lauten: „immer wieder das Gleiche tun und andere Ergebnisse erwarten“; also ein Beispiel par excellence für Albert Einsteins Definition von Wahnsinn.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Und ausgerechnet China, einer der Prototypen für (Umwelt-)Skandale schlechthin, hat in puncto Umweltschutz das Potential zum neuen Hoffnungsträger. Denn im autoritären China scheint sich das Undenkbare zu vollziehen: Die soziopolitische Emanzipation der lange zum Stillschweigen verdammten chinesischen Bevölkerung.

Tatsächlich haben Teile der chinesischen Bevölkerung begonnen, die mit einer ungebremsten Industrialisierung einhergehende Umweltbelastung öffentlich anzuprangern. Seit Anfang Juli werden die Proteste in der Provinz Sichuan immer heftiger. Zehntausende Bewohner der südwestchinesischen Stadt Shifang verlangen nach effektiven Maßnahmen zum Schutz ihrer Gesundheit. Teilweise mit militanten Mitteln. Der Grund ihres Aufbegehrens ist der geplante Bau einer Fabrik für Schwermetalle in ihrer Nähe. Sie befürchten eine drastische Zunahme der Umweltbelastung, mit fatalen Folgen für sich und nachkommende Generationen. Ihre Ängste scheinen sich zu bestätigen. Bereits jetzt überstiegen die Kosten für die Folgen der Umweltverschmutzung die Gewinne der boomenden Wirtschaft. Und Krebs ist mittlerweile die häufigste Todesursache in urbanen Regionen.

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Industriegebiet in China

Aber wie reagiert die autoritäre Führung in Peking auf die wütenden Proteste? Auf eine für die Vergangenheit eher untypische Weise. Die chinesische Regierung musste sich dem Druck der Straße beugen und ihr Bauvorhaben aufgeben. Seit einem Jahr häufen sich die so genannten „grünen Revolten“ und jedes Mal knickt die Regierung vor dem Protest ihrer Bevölkerung ein. Sie weiß sie muss handeln und sie muss die Forderungen der Demonstranten mit einbeziehen, soll vermieden werden, dass die „grünen Revolten“ in einer Revolution münden.

Diese Entwicklungen sind relativ neu für China. Im „Land der Mitte“ befinden sich die Bereiche Wirtschaft und Ökologie in einem konfliktiven Spannungsverhältnis: der eine kann sich nur auf Kosten des anderen entwickeln. Doch die chinesische Bevölkerung hat nun offensichtlich genug vom Prinzip Profit Over People. Sie will die Bedrohung der Lebensqualität nicht mehr hinnehmen. Lange genug wurde sie auf dem Altar der Wirtschaft geopfert. Mit ihrem Protest leistet sie aktiv Widerstand gegen Pekings Wirtschaftspläne und letztendlich auch gegen den autoritären Führungsstil.

Entgegen aller Erwartungen besteht also doch noch Grund zur Hoffnung. Auch, da sich China zu einem der führenden Länder im Bereich der Regenerativen Energien mausert. Die Führung in Peking hat erkannt, dass eine Diversifikation der Energiegewinnung für ihren Machterhalt unabdingbar ist. Aber auch um die eigene Energiesicherheit mittel- und langfristig zu gewährleisten und um den Auswirkungen des globalen Klimawandels entgegen zu wirken. 

Welche Rückschlüsse lassen sich aus den Entwicklungen in China, für das Land ziehen, das sich gerne als die „Avantgarde der Klimaschoner“ wähnt? OK, zugegebenermaßen sind wir in Deutschland von chinesischen Verhältnissen weit entfernt. Desweiteren ist die Energiewende bereits beschlossene Sache und in vollem Gange. Könnte man meinen. Oder etwa nicht? Der Geschäftsführer beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, Roger Kohlmann, ist diesbezüglich wenig optimistisch. Er nannte das Vorhaben der schwarz-gelben Bundesregierung ein Projekt, das noch komplizierter sei als die deutsche Wiedervereinigung. Und das Cicero-Magazin kommentierte: „blühende Landschaften sollte man deshalb in nächster Zeit besser nicht erwarten“.

Ganz ehrlich, für eine erfolgreiche Realisierung der Energiewende sind Kreativität und neues Denken erforderlich. Und gerade daran scheint es der gegenwärtigen Regierung kräftig zu mangeln. Anstelle eines Masterplans zur Energiewende, befinden sich CDU und FDP in heftigen Grabenkämpfen, was bereits an der (Nicht-)Förderung der deutschen Solarbranche abzulesen ist.

Aber wie ist es um die deutsche Bevölkerung bestellt. Füllen die Massen bereits die Straßen und zwingen Angela Merkel auf ihre Worte Taten folgen zu lassen? Klar, es gibt vereinzelte Protestaktionen. Zu erwähnen sind natürlich die Antiatomkraftbewegung, der die Menschheit viel zu verdanken hat, und vielleicht Compact, deren Mitglieder sich ab und an über das Prinzip des „Sofaaktivismus“ hinaus auf die Straße wagen. Für Massenproteste scheint die deutsche Bevölkerung schwierig zu mobilisieren und insgesamt zu phlegmatisch. 

Vor diesem Hintergrund wird die Bedeutung nachhaltig zu konsumieren umso wichtiger. Denn das kann jeder. Und es geht vom Sofa aus. Es ist nicht nur bequem, sondern zum Glück auch ungefährlicher, als zu protestieren. Außerdem kann dieses Prinzip auf jeden x-beliebigen Wirtschaftssektor angewandt werden, auch auf den Energiesektor. Schlussendlich lässt sich die Natur des kapitalistischen Wirtschaftssystems nur durch die Kraft des moralisch handelnden Konsumenten bändigen. Und wenn sich die eigene Regierung in Untätigkeit übt, muss sich auch hierzulande die Bevölkerung als Avantgarde verstehen. Aber eben auf ihre Weise. Ganz wie in China.


 

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