23. Türchen Puma

Puma erregte im November Aufsehen damit, dass sie die Ergebnisse ihrer Ökobilanzanalyse veröffentlichten. Als medialer Kernpunkt wurde dabei der ökologische Fußabdruck (wie passend bei einem Textil- und Schuhkonzern) ausgemacht, der mit Umweltschäden in Höhe von 145 Millionen Euro beziffert wurde, die bei der weltweiten Herstellung von Produkten im Puma-Konzern und seinen Zulieferbetrieben entstanden sind.

Die Veröffentlichung dieser Ergebnisse ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Radikale Transparenz fordert auch sich selbstkritisch mit den Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auseinanderzusetzen und Negativergebnisse zu kommunizieren. Nur so kann ein glaubwürdiger Wandel vollzogen werden.

Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass Puma allein im Produktionsprozess einen deutlichen negativen Umwelteinfluss hat und die Zielsetzung hin zur Etablierung einer nachhaltigeren Unternehmens- und Produktionsstruktur noch ein weiter Weg ist.

Puma erprobt derzeit Schuhe und Kleidung, die kompostierbar oder recycelbar sein sollen. Laut Unternehmensangaben sollen diese Produkte bald in die Marktreife überführt werden. Spannend insofern, als dass Puma damit ein nachhaltiges Geschäftsmodell entwickeln könnte, was Nachhaltigkeit als strategischen Wettbewerbsvorteil noch stärker etablieren könnte.

Wir sind auf die weitere Entwicklung auf jeden Fall gespannt!

Categories: de
Tags: Puma
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